http://www.existenzgruendung-gastronomie.de
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Gastronews

Medien Rachs Restaurantschule

(30.08.10 dpa)

Zwölf Personen suchen einen Job. Möglichst in der Gastronomie. Christian Rach – Hamburger Star-Koch, „Tafelhaus“- Betreiber und Restauranttester bei RTL – bietet ihn.
Im frisch eröffneten Edel-Fressbetrieb „Slowman“ im Hamburger Chile-Haus nicht weit vom Hauptbahnhof, mit allen großen Pressehäusern im Umkreis. Dort, wo es in der einstigen „Weinhexe“ hübsch plüschig-gemütlich zuging, soll es auch gemütlich bleiben, aber sonst chic und modern und erschwinglich dazu. Und genau dafür hat Rach seine zwölf Kandidaten.

Unter fachmännischer Anleitungen gehen sie an die Arbeit: Der eine kocht, der andere serviert, die Speisekarte wird entworfen, das Dekor neu gestaltet. Und RTL ist immer mit der Kamera dabei. Ab Montag, 20.15 Uhr, ist das Ergebnis bei RTL zu sehen – „Rachs Restaurantschule“ heißt das neue Format, das zunächst mit einer Doppelfolge und dann an den folgenden Montagen in sieben weiteren 45- Minütern zu sehen sein wird. Es ist das erste „Season Highlight“ im Herbstangebot, wie der Privatsender in bestem Neudeutsch verkündet.

Das Motto der Show: „Jeder hat eine Chance. Die muss er nutzen“. Nach diesem Prinzip suchte Krach seine zwölf Kandidaten aus, von 17 bis 44 Jahren und schön bunt gemischt. „Nur Mädel oder nur Jungen, nur solche mit Migrationshintergrund oder nur welche ohne, wäre albern“, sagt Rach.

Sein Ensemble reicht vom Vorbestraften, der im Knast eine Kochlehre machte, bis zum Sprössling aus reichem Haus, der bisher noch nicht ganz den Sinn des Lebens erkannt hat. Nun kann er ihn erkennen. Indem er Gäste bedient, flink zur Stelle ist, wo immer es Not tut („Ein Besteck fehlt? Moment! Wird gleich gebracht“), Gastlichkeit und Wärme verbreitet. Auch Geschirr spülen und die Küche blitzblank putzen will gelernt sein. Das eigene Lokal ist nicht höchstes Ziel: „Wenn ich etwas hasse, dann den Fetisch Selbstständigkeit“, sagt Rach.

Zwei Monate haben die Azubis Zeit, mit dem gewieften Profi Rach als Oberguru im Hintergrund. Machen sie sich gut, winkt ihnen ein Ausbildungs- oder sogar Anstellungsvertrag. Wie sie aber Schritt um Schritt ihr Terrain erobern, hat RTL in seiner Reihe festgehalten, von der ersten, noch leise betretenen Musterung der noch kahlen Räume bis zur festlichen Eröffnung am 2. Juli 2010. Dann zieht sich die Kamera fürs erste zurück.

Der „Slowman“ in Hamburgs Innenstadt muss nun zeigen, ob und wie er sich zwischen aller gastronomischen Konkurrenz behauptet. Und auf alle Fälle bittet die Speisekarte schüchtern um etwas Nachsicht, wenn anfangs vielleicht noch nicht alles ganz so perfekt sein sollte. Keine Nachsicht übt die Quote. Die muss stimmen. Wenn sie aber, wie der nun schon fünf Jahre erfolgreiche „Restauranttester“, die Fünf- Millionen-Hürde übersteigt, kann es munter so weitergehen. Mit anderen Teams in anderen Restaurants, eventuell in anderen Städten. Und ab und zu wird dann auch nachgeschaut, wie es um den „Slowman“ und sein Team der ersten Stunde steht.

 

Mehrwertsteuer-Senkung

Hotelverband bangt um Steuervorteil

(Zeit Online 27.11.09)

Rabatte für Frühstück, Gastronomie, Campingplätze? Abgrenzungsschwierigkeiten könnten den Plan der Regierung kippen, die Mehrwertsteuer für Hotels zu senken.

"Das ist keine Subvention für unsere Branche", weist der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) den Vorwurf zurück, in der Debatte über niedrigere Mehrwertsteuersätze betreibe der Verband Klientelpolitik.

Die Koalition hatte vor allem auf Druck der CSU beschlossen, für Übernachtungen in Hotels und Gasthöfen den ermäßigten Mehrwertsteuersatz von sieben statt 19 Prozent einzuführen.

Doch der Plan bringt die Regierung zunehmend in Bedrängnis. Derzeit laufe beim Gaststätten- und Hotel- Gewerbe eine Flut von Anfragen ein. Die meist gestellte Frage sei, ob das Frühstück in die "Beherbergungs"-Regelung einbezogen sei oder nicht, hieß es in Koalitionskreisen. Außerdem werde auch nach vergleichbaren Regelungen für Übernachtungen auf Campingplätzen gefragt.

In der Koalition wird daher nicht ausgeschlossen, dass die Regelung wegen schwieriger Abgrenzungsfragen doch wieder aus dem Wachstumsbeschleunigungsgesetz gekippt werden könnte. Auch aus der Opposition nimmt die Kritik an den Plänen zu.

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) warnte indes vor einem Abrücken von der Hotel-Steuer und drohte mit Widerstand beim Entlastungspaket. "Ich stimme als Bayern nicht zu, wenn das nicht alles beieinander bleibt", sagte Seehofer bei einer Klausur des bayerischen Kabinetts in Gmund. Die sieben Prozent Mehrwertsteuer müssten kommen. "Sonst gibt's keine Zustimmung", sagte er mit Blick auf das Wachstumsgesetz, zu dem auch die Hotel-Steuer gehört.

In 21 EU-Ländern gebe es für die Hotellerie niedrigere Mehrwertsteuersätze, deswegen gehe es um eine Stärkung im Wettbewerb mit Nachbarländern wie Österreich, sagte Dehoga-Präsident Ernst Fischer. Auch die Gastronomen litten enorm, deshalb sollte auch für sie der reduzierte Mehrwertsteuersatz eingeführt werden.

Fischer wies darüber hinaus den Vorwurf zurück, die Steuersenkung für die Hotellerie löse keinerlei Wachstumsimpulse aus. Er denke schon, dass bestimmte Betriebe ihre Kosten für Übernachtungen senken werden. Zudem seien 2,8 Millionen Menschen im Tourismus beschäftigt, und vielen in der Branche gehe es schlecht.

Nach einer früheren Dehoga-Umfrage wollen 46 Prozent der Betriebe die durch die Steuerabsenkung freiwerdenden Mittel investieren, um ihr Produkt zu verbessern. Die Preise wollen demnach nur 21 Prozent senken und 22 Prozent wollen ihr Personal besser bezahlen.

Insgesamt müssen Wirte und Hoteliers in Deutschland weiterhin mit stark sinkenden Umsätzen zurechtkommen, wie die jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegten: Demnach schrumpften ihre Erlöse im September um 4,5 Prozent unter den Wert vom September 2008. Der Umsatz konnte nur mithilfe von höheren Preisen erreicht werden: Zu unveränderten Preisen hätte der Rückgang sogar 6,2 Prozent betragen.

 

SCHLÜSSELFAKTOREN IN DER STERNE-GASTRONOMIE

(Gourmet Report 28.07.09)

Schlüsselfaktoren in der Sterne-Gastronomie Warum wählen Menschen ein bestimmtes Restaurant? Im Rahmen ihrer Bachelor-Arbeit an der Hochschule Heilbronn untersuchte Studentin Annika Kruse die Schlüsselfaktoren, die bei der Auswahl eines Michelin-Sterne-Restaurants eine Rolle spielen und ermittelte bemerkenswerte Ergebnisse.

Service, Freundlichkeit, Qualität… insgesamt 29 verschiedene Kriterien, die die Teilnehmer nach ihrer Wichtigkeit beurteilten, wurden ermittelt. Bewertet wurden: das Restaurant selbst, das Angebot an Speisen- und Getränke sowie der Service. 340 Teilnehmer wurden in den Städten Köln und Düsseldorf befragt, auch eine Online-Teilnahme (der Gourmet-Report berichtete) war möglich.

Demnach sind die "Freundlichkeit des Services", die "Qualität des Essens" und die "Sauberkeit" die wichtigsten drei Faktoren, die bei der Auswahl eines Michelin-Sterne-Restaurants von Bedeutung sind. Am wenigsten berücksichtigt werden "Bewertung in Restaurantführern", ein "umfassender Internetauftritt" sowie das "Angebot an vegetarischen Speisen". Hingegen war die Empfehlung von Freunden für 49 % der Befragten wichtig, deren Urteil sie bei der Auswahl eines Restaurants vertrauten.

Die Teilnehmer wurden darüber hinaus zu ihren Präferenzen hinsichtlich eines Restaurant-Führers befragt. Fast die Hälfte derer (45 %), die einen Restaurant-Führer für wichtig erachten, nutzen den Guide Michelin, gefolgt vom Gault Millau (20 %) und dem Varta Führer (13%).

Hinsichtlich der Frage nach der Häufigkeit eines Besuchs in einem Sterne-Restaurant antworteten 38 % der Befragten, sie besuchen ein solches Restaurant weniger als einmal im Jahr. Nur 11 % dinieren einmal oder öfter pro Monat in einem Sterne-Restaurant. Als Anlass ihres Besuchs geben 60% der Befragten an, sie besuchen das Restaurant in ihrer Freizeit und nicht anlässlich eines Geschäftsbesuches. Das lässt darauf schließen, dass der Besuch eines Michelin-Sterne-Restaurants als ein luxuriöser Genuss gilt, der nicht Teil des täglichen Lebens ist. Dabei weist die Bewertung innerhalb der Gruppe hinsichtlich der meisten Aspekte keine enormen Unterschiede zwischen den verschiedenen Altersklassen oder den Geschlechtern auf, d.h. die Gruppe der Gourmets ist relativ homogen.

www.hs-heilbronn.de

Die besten Restaurants in Deutschland findet man in der HAIKU Listung, die Gewichtung von den 4 wichtigsten Führern:
www.haiku-liste.de

 

GASTRONOMIE: 70 000 neue Jobs wären möglich

Hotel- und Gaststättenverband Dehoga will mit ermäßigtem Steuersatz die Branche stärken

(Märkische Allgemeine Juli 2009)

POTSDAM - Ingrid Hartges gibt sich keinen Illusionen über einen schnellen Erfolg hin. „Wir brauchen einen langen Atem“, sagte die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), Bundesverband, gestern in Potsdam. Aber am Ende des langen Weges sollen die sieben Prozent stehen. Sieben Prozent Mehrwertsteuer in Gastronomie und Hotellerie – anstelle der bisherigen 19 Prozent.

Eine solche Steuersenkung würde die Leistungsfähigkeit der Betriebe stärken und Arbeitsplätze sichern, argumentiert Hartges. 22 von 27 EU-Staaten arbeiten nach Dehoga-Angaben in der Hotellerie mit reduzierten Steuersätzen. Die Rechnung des Dehoga ist einfach. Mit einer um zwölf Prozentpunkte niedrigeren Mehrwertsteuer würde der Staat jährlich auf rund 3,8 Milliarden Euro verzichten. Dieses Geld würde das Gastgewerbe aber laut einer bundesweiten Unternehmensumfrage vor allem für Investitionen nutzen. Rund 1,8 Milliarden Euro könnten ausgegeben werden. „Das käme direkt dem Handwerk und der Zulieferindustrie zugute“, so Hartges. Diese Investitionsspritze wäre Hartges zufolge gerade jetzt wichtig, weil viele Betriebe Schwierigkeiten hätten, Geld von den Banken zu bekommen.

Laut der Umfrage unter 5700 Gastronomen und Hoteliers würden die Betriebe rund 800 Millionen Euro über Preissenkungen an die Gäste weitergeben. Ebenso viel Geld würde für Qualifizierung von Beschäftigten und höhere Löhne ausgegeben. Damit könnte der Konsum angekurbelt werden. Der Dehoga verweist auf eine Studie des Institutes für Mittelstandsforschung an der Universität in Mannheim, in der von 70 000 zusätzlichen Jobs die Rede ist, die bei reduzierter Steuer geschaffen würden.

In Frankreich, wo seit gestern für die Gastronomie ein reduzierter Satz gilt, würden 40 000 zusätzliche Jobs erwartet, so Hartges. Für sie steht fest: „Wenn es dort funktioniert, haben wir die besten Argumente, um in Deutschland weiterzukommen.“ „Das ist eines der dicksten Bretter, die wir im Steuerrecht bohren müssen“, sagt Mario Kade, Präsident des Dehoga Brandenburg. Er verweist auf den Nachbarn Polen mit reduzierter Steuer im Gastgewerbe.

In der Potsdamer Staatskanzlei hielt man sich zu diesem Thema gestern bedeckt. Damit habe sich die Landesregierung „heute nicht beschäftigt“, hieß es. Man verwies auf das Finanzministerium, das fachlich zuständig sei. Das hält eine Steuersenkung „finanz- und steuerpolitisch nicht für sinnvoll“. Weitere Steuerausfälle könne man sich nicht leisten und das Steuerrecht würde durch eine „Insellösung“ für das Gastgewerbe noch komplizierter werden.

Dabei macht das märkische Gastgewerbe schwere Zeiten durch. Im ersten Quartal 2009 seien die Umsätze gegenüber dem Vorjahreszeitraum um sieben Prozent gesunken, so Olaf Lücke, neuer Hauptgeschäftsführer des Dehoga Brandenburg. Für den Sommer erwarten zwei Drittel der Betriebe gute oder befriedigende Umsätze. Insgesamt aber könnten 2009 die Umsätze des Vorjahres nicht erreicht werden – wegen des schlechten Starts. (Von Ute Sommer)

 

Gastronomie leidet unter der Krise

(08.06.09 berlin online)

Die Hotel- und Gaststättenbranche Berlins leidet massiv unter der Krise. Die Branche habe in den ersten fünf Monaten dieses Jahres einen Umsatzrückgang von 16 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum 2008 verzeichnet, sagte Verbandspräsident Willy Weiland der «Berliner Zeitung» (Wochenendausgabe).

«Dieser Rückgang tut richtig weh.» Viele Geschäftsleute kämen in die Stadt, absolvierten ihre Meetings und reisten noch am selben Tag wieder ab.

Schwere Zeiten erlebe vor allem die Spitzengastronomie, schreibt das Blatt weiter. Zum Ende des Monats schließe das Gourmetrestaurant «Vitrum» im 5-Sterne-Hotel Ritz-Carlton. Das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete Restaurant war nach Unternehmensangaben allerdings seit Jahren ein Zuschussgeschäft für das Hotel und hatte zuletzt noch schlechtere Umsatzzahlen geliefert.

In Kneipen wird wieder mehr geraucht

Wildwuchs bei der Verbotsregelung - Dennoch gibt es kaum noch Beschwerden - Neues Gesetz in Vorbereitung

(26.01.2009 welt-online)

Beim Rauchen in Hamburgs Gastronomie gleicht die Lage einem bunten Flickenteppich. Neben Restaurants und Bars, in denen seit Anfang 2008 nicht geraucht wird, gibt es Gaststätten, die einen Raum abgetrennt haben, in dem das Rauchen gestattet ist. Vor allem aber gibt es eine große Anzahl Betriebe, die das Rauchen wieder erlauben, von der schummrigen Eckkneipe bis zur schicken Szene-Bar.

Hamburg befindet sich in einer Übergangsphase, seit das Bundesverfassungsgericht im Sommer 2008 das Rauchverbot für kleinere Kneipen bis 75 Quadratmeter außer Kraft setzte. Die Hansestadt wird aber, wie alle Bundesländer, ein neues Gesetz auflegen müssen - und die Vorbereitungen dafür laufen. Anfang Februar gibt es im Gesundheitsausschuss der Bürgerschaft eine Expertenanhörung.

So entspannt, wie die Lage in der Gastronomie selbst ist, so entspannt sehen die Bezirksämter das Thema. "Uns werden nicht mehr viele Verstöße gemeldet", sagt Klaus-Günter Scholz vom Verbraucherschutzamt Eimsbüttel, das für das Rauchen in der Gastronomie in dem Bezirk zuständig ist. "Bisher haben wir auch keine Bußgelder verhängt. Wenn ein Verstoß gemeldet wurde, gab es eine Anhörung mit dem Gastronomen, und danach war das Thema erledigt." Scholz blickt zurück: "Ich hatte eigentlich mit viel mehr Anzeigen gerechnet, etwa auch durch Wirte, die ihre Konkurrenz anzeigen." Genügend Personal, um die Lage im Blick zu behalten, habe der Bezirk, wie Scholz betont.

Im Bezirk Altona habe es Anfang des vergangenen Jahres - kurz nach Inkrafttreten des Passivraucherschutzgesetzes - zunächst viele Bürgerbeschwerden gegeben, teilt Kerstin Godenschwege vom Bezirksamt mit. "Zurzeit gehen die Beschwerden aber gegen null." Generell gilt nach einer Maßgabe der Gesundheitsbehörde: Die Bezirksämter sollen nur anlassbezogen aktiv werden, also nur nach einer Bürgerbeschwerde oder sobald etwa Lebensmittelkontrolleuren etwas auffällt. "In Speisegaststätten greift das Rauchverbot gut, einzelne Probleme gibt es höchstens in Kneipen", so Godenschwege.

Auch im Bezirk Mitte funktioniere die Umsetzung des Rauchverbotes, sagt Bezirksamtssprecherin Sorina Weiland. "Vor einem Jahr hatten wir deutlich mehr Beschwerden, im Januar 2008 waren es etwa 70. Angesichts der hohen Kneipendichte in Mitte war es aber auch damals schon wenig." Weiland räumt ein, dass es insbesondere am Wochenende auf der Reeperbahn Verstöße geben könne, die nicht geahndet werden.

Die Experten werden Anfang Februar im Gesundheitsausschuss der Bürgerschaft zusammenkommen. Darunter ist auch ein Vertreter des Gaststättenverbands Dehoga. Deren Hauptgeschäftsführer Gregor Maihöfer meint: "Seit dem Urteil des Verfassungsgerichts läuft es problemlos. In kleinen Kneipen darf geraucht werden, in der traditionellen Speisegastronomie nicht. Wir wollen, dass Hamburg sich ein relatives Rauchverbot gibt, mit einer Wahlmöglichkeit für kleine Eckkneipen." Dies entspreche den Plänen in den meisten anderen Bundesländern.

Die bundesweit aktive Nichtraucher-Initiative München erreichen auch Beschwerden von nicht rauchenden Hamburgern. "Es sind aber nicht so viele, dass es auffällt", sagt der Vorsitzende Ernst-Günther Krause. Der These, dass das Rauchverbot den Gastronomen einen Umsatzrückgang beschere, widerspricht Krause. Er verweist auf Untersuchungen in Bundesländern, nach denen der Umsatz sowohl in der speisen- als auch in der getränkegeprägten Gastronomie zugelegt habe.

Die Gesundheitsbehörde hält sich zurück: "Wir bereiten uns auf alle Szenarien vor, gleich ob es nun bei dieser Übergangsregelung bleibt oder das Totalverbot kommt", sagt Behördensprecher Rico Schmidt. Die telefonische Hotline zum Nichtraucherschutz wurde zunächst abgeschaltet - es kamen keine Anrufe mehr.

Jetzt sind die Parteien gefordert. Von ihnen hat bislang nur die GAL eine eindeutige Position: "Wir wollen ein klares Rauchverbot", stellt die grüne Gesundheitsexpertin Linda Heitmann klar. Die SPD ist sich da nicht ganz so sicher, auch wenn sie sich bislang gegen eine "Aufweichung des Rauchverbots" stemmte, wollen die Sozialdemokraten die Expertenanhörung abwarten und dann sehen, ob die eigene Position revidiert wird. Das gilt auch für die CDU. In der Union prallen alle Meinungen aufeinander. CDU-Gesundheitsexperte Harald Krüger sieht ein komplettes Rauchverbot als beste Lösung an. Hamburg habe eine sehr liberale Konzessionsvergabe in der Gastronomie, dort sei nicht festgelegt, wie groß Gaststätten seien - sodass schon mit der Abgrenzung der 75 Quadratmeter erhebliche Probleme drohten. Aber es gibt auch viele CDU-Abgeordnete, die dem widersprechen und Ausnahmeregelungen für kleine Kneipen im Gesetz verankert sehen wollen.

Im Gesundheitsausschuss werden aber nicht nur die Positionen von Verbänden und Gesundheitsexperten ausgetauscht, sondern am Ende dürfte es vor allem auf den Bericht der Juristen ankommen. Diese sollen nämlich dezidiert prüfen, wie sich das Karlsruher Urteil am besten in Landesrecht umsetzen lässt.

 

Hoga: Viele praktische Tipps nicht nur für Fachleute

(Nürnberger Nachrichten 17.01.2009)

NÜRNBERG - Als Branchentreff und Leistungsschau des Gastgewerbes öffnet am 17. Januar die 25. Hotel- und Gaststättenausstellung (Hoga) für vier Tage ihre Pforten im Nürnberger Messezentrum – und das nicht nur für Fachpublikum. Wie zuletzt vor zwei Jahren erwarten die rund 500 Aussteller insgesamt etwa 35.000 Besucher.

Nach gehobener Gastronomie sieht es in den zugigen, ungeheizten Ausstellungshallen in den Tagen vor der Eröffnung noch nicht aus: Die Gänge und Stände sind übersät mit Teppichresten, Holzleisten, Klebeband, Plastikfolien und Kartons – und dazwischen allerhand Verpackungen vom nächsten Schnellimbiss. Der Aufbau ist Knochenarbeit, da fehlen Zeit und Rahmen für schöne Menüs.

Schon seit Montag werkelt ein halbes Dutzend Handwerker etwa am großen Messestand von Schöller. «Unser Koch Frank Scholz führt erstmals direkt vor, wie sich schon mit einfachen Mitteln überraschende Desserts zaubern lassen», erläutert Jutta Sperl, die sich im dicken Parka gegen die Kälte gewappnet hat. Für den Nürnberger Eishersteller hat sie jährlich insgesamt 70 kleinere und größere Messeauftritte zu organisieren, diesmal eben mit – wie es im Modejargon heißt – Frontcooking-Show.

Nicht unbedingt für die Kneipe um die Ecke

«Kombiniert mit Früchten und etwas Jogurt lässt sich Eis wunderbar auch in Cocktailgläsern statt in den üblichen Schälchen servieren», nennt Marketingmitarbeiterin Véronique Guedon ein Beispiel. Aber die pure Eiszeit hat das Unternehmen längst hinter sich gelassen: Auf der Hoga wirbt es für seine reiche Palette an vorgefertigten Speisen aller Art – nicht unbedingt für die Kneipe um die Ecke, umso mehr aber für Großküchen in Firmen und Einrichtungen und für Cateringdienste.

Nicht nur für den Gaumen, sondern auch fürs Auge ist allerhand geboten: In Kochvorführungen und Wettbewerben sind Meister ihres Fachs ebenso wie die besten Nachwuchskräfte am Herd und im Service sowie beim Cocktailmixen zu erleben; ausgefeilte Kreationen liefern Anregungen und Ideen für phantasievolle Zubereitungen und Tischgestaltungen und das Branchenmagazin Gastronomie-Report lädt zum virtuellen Ausflug in die «Gastronomiewelten der Zukunft» ein: Unter diesem Titel sind die Ergebnisse eines Wettbewerbs für Studierende im Fach «Innovation und Management im Tourismus» an der Fachhochschule Salzburg zusammengestellt.

Schwerpunkte «Bio» und «Energiesparen»

Wie Gastronomen – in die Zange genommen von Kostendruck, Personalmangel und steigenden Gästeerwartungen – ihren Betrieb verbessern können, sollen sie in der «Ideenküche» erfahren, die der Duisburger Gastronom Stefan Cammann erstmals in Nürnberg vorstellt. Als Partner hat er 30 führende Fachfirmen engagiert. Dabei verrät er etwa, wie es zu schaffen ist, 120 Pizzen in fünf Minuten zu backen – nicht etwa aus der Tiefkühltruhe, sondern frisch zubereitete Stücke. Bei ihm wie an zahlreichen weiteren Ständen ist aber auch viel über die Schwerpunktthemen «Bio» und «Energiesparen» zu erfahren.

Besonders lohnen könnte sich ein Besuch für Jugendliche auf der Suche nach einer Lehrstelle. Denn das bayerische Gastgewerbe kann derzeit 1000 freie Ausbildungsplätze anbieten – an seinem Stand in Halle 9 B organisiert der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband auch eine Vermittlungsbörse; interessierte Bewerber erhalten dort auch eine persönliche Ausbildungs- und Karriereberatung.

Geöffnet ist die Hoga bis Mittwoch, 21. Januar, jeweils von 10 bis 18 Uhr.

 

Die große Fachmesse mit familiärem Flair

(ahgz online 14.01.2009)

NÜRNBERG. In vier Tagen ist es wieder so weit: Im Nürnberger Messezentrum öffnet die Hoga, Fachmesse für Hotellerie, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung, für vier Tage ihre Pforten. Rund 500 Aussteller aus dem In- und Ausland bedeuten ein Plus von 10 Prozent gegenüber der Hoga vor zwei Jahren.
 
Und Süddeutschlands größte Fachmesse für das Gastgewerbe im Jahr 2009 trotzt nicht nur zahlenmäßig der drohenden Wirtschaftskrise. Auf mehr als 40.000 Quadratmetern in fünf Messehallen präsentieren sich vom 18. bis 21. Januar Unternehmen, Organisationen und Verbände.

www.hoga-messe.de

 

Magere Weihnachtsfeiern Wirtschaftskrise trifft Wirte

(n-tv.de 10.12.2008)


Die Rezession droht der Gastronomie das Weihnachtsgeschäft zu vermiesen. Wie der Branchenverband Dehoga mitteilte, sparen Firmen in diesem Jahr wegen der Wirtschaftskrise vor allem bei Weihnachtsfeiern. "Angesichts der gedämpften Konjunkturaussichten haben viele Unternehmen das Budget gekürzt oder ganz gestrichen", sagte Dehoga-Präsident Ernst Fischer.
 
Rund 42 Prozent der befragten 1200 Gastronomen meldeten, dass das für die Branche wichtige Weihnachtsgeschäft schlechter angelaufen sei als im Vorjahr. Gut 40 Prozent berichteten von gleicher Buchungslage, 17 Prozent von einer Verbesserung. Die Hoffnung der Unternehmen liege jetzt auf kurzfristigen Buchungen.
 
Im laufenden Jahr peilt Dehoga für Hoteliers und Gastwirte ein nominales Umsatzplus von 0,5 bis 0,9 Prozent an. Wegen der Finanzkrise wagt die Branche aber noch keine konkrete Prognose für 2009. "Es dürfte eher eine Stagnation auf niedrigem Niveau geben", sagte eine Dehoga-Sprecherin.
 
Zur Debatte um wirkungsvolle Konjunkturimpulse erklärte Verbands-Chef Fischer: "Statt über Konsumgutscheine zu diskutieren oder üppige Boni für Handwerkerleistungen zu beschließen, fordert der Dehoga die längst überfällige Reduzierung des Mehrwertsteuersatzes für Hotellerie und Gastronomie."

 

Konjunkturumfrage Gastronomie NRW: Rauchverbot und Gästeschwund

(Dehoga 12.11.2008)

„Das schlechte Wetter und das Rauchverbot haben der Gastronomie den Sommer vermiest“, lautet das knappe Fazit von Olaf Offers, Präsident des DEHOGA Nordrhein-Westfalen.

Nach dem neuesten NRW-Konjunkturbericht, an dem sich 194 Gastronomen aus Nordrhein-Westfalen beteiligten, meldeten 46,5 Prozent der befragten Gastronomen rückläufige Gästezahlen. Der fatale Dreiklang aus weniger Gästen, seit Jahren andauernder Konsumzurückhaltung und Rauchverbot lässt wenig Platz für Optimismus, zudem sich hohe Energie- und Betriebskosten negativ auf die Erträge auswirkten: Rund 64 Prozent der Betriebe beklagten Ertragseinbußen. Lediglich 14,6 Prozent der befragten Unternehmer konnten sich über höhere Erträge freuen. Das sind die schlechtesten Werte seit vier Jahren.

Wie in der Hotellerie sehen auch die Gastronomen in steigenden Energie- (22,1%) und Betriebskosten (17,0%) sowie im Rauchverbot (12,4%) die größten Probleme in ihren Betrieben. „Die nächsten Monate werden zeigen, inwiefern die Finanzkrise und ihre Auswirkungen sowie die „raucherfeindlichen“ Jahreszeiten die Situation weiter verschärfen“, so Olaf Offers abschließend.

 

Gastronomie will klare Rauchregel

(TAZ Berlin 15.09.2008)

Der Hotel- und Gaststättenverband freut sich über den Verzicht auf ein komplettes Rauchverbot in allen Kneipen. "Wir begrüßen sehr, dass die Linke ein Einsehen hatte", sagte Klaus-Dieter Richter, Vizepräsident des Berliner Gaststättenverbandes, am Sonntag der taz. Gesundheitssenatorin Kartin Lompscher (Linke) hatte am Freitag mitgeteilt, auf das geplante strikte Rauchverbot in Gaststätten verzichten zu wollen, weil es dafür offenbar keine ausreichende Mehrheit gebe. Ende Juli hatte das Bundesverfassungsgericht das komplette Rauchverbot in Einraumkneipen gekippt. Dem will Lompscher nun folgen. Es werde aber geprüft, ob die Raucherlaubnis nur für inhabergeführte Kneipen ohne abhängig Beschäftigte gestattet werden könne. In der SPD gibt es die Idee, die Raucherlaubnis grundsätzlich nur auf Antrag zu gestatten. Beides lehnt Gastronomiesprecher Richter ab: "Die Regelung muss so einfach und klar wie möglich sein, damit Kunden, Wirte und die Behördenvertreter sie sofort verstehen können."

 

Nichtraucherschutz in Deutschland - eine unendliche Geschichte geht weiter

(tagesblick.de 08.09.2008)

"Berlin raucht Juno" - dieser im öffentlichen Stadtbild omnipräsente Werbeslogan in der Hauptstadt, aus den 20iger Jahren des vorigen Jahrhunderts wäre heute schlicht undenkbar! Die Debatte um Rauchverbote oder - wie es die Politiker gerne hinstellen - um den Nichtraucherschutz wird wohl nie ein Ende finden. Interessant ist auf jeden Fall zu beobachten, wie dieses Thema seit Jahren den Olymp der politischen Diskussion verteidigt!

Das Bundesverfassungsgericht hat trotz seines "salomonischen Urteils" den Gesetzgebern im Lande, also den Länderparlamenten, klare Hausaufgaben gegeben: Rauchen in der Gastronomie maximal nur dort, wo es weniger als 75m2 Gastfläche sind, keine Speisen ausgegeben werden, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren keinen Zutritt haben und eine klare Kennzeichnung am Eingang auf das Lokal als Raucheretablissement hinweist. Auf der anderen Seite wurde dem Gesundheitsschutz jedoch auch soviel Raum gegeben, dass ausnahmslose Rauchverbote bzw. Nichtraucherschutzgesetze in der Gastronomie durchaus auch verfassungskonform sind bzw. wären. Die derzeit gängigste Ausnahme ist die des separaten Raucherraumes. Den haben aber naturgemäß nur sog. Mehrraumlokale. Was machen also diejenigen, die aufgrund von baulichen Umständen keinen separaten (Raucher-)Raum anbieten können, aber z.B. größer als 75m2 sind (abzüglich Tresen- und WC-Bereich)?

Um diese nicht weiterhin im Wettbewerb zu benachteiligen, könnte es durchaus sinnvoll sein, sog. technische Lösungen im Gesetz zu verankern. Es ist nämlich eine Mär, dass diejenigen Lokale, die Raucher verbannen (müssen) sogar einen ökonomischen Vorteil haben, wie die Gesetzesbefürworter gerne behaupten. Ihre Begründung: Dann kommen die Familien mit Kindern und alle Nichtraucher, die schon immer mal in eine Kneipe wollten. Nun, das Ergebnis kann sich jeder selbst ausmalen. Vernünftig eingesetzte Technik, die den Tabakrauch mit modernsten Methoden weitestgehend unschädlich macht, könnte hier auf einen Schlag helfen. Das meint nicht, lediglich die Luft "zu verdünnen", wie es mitunter durch sog. Ventilation versucht wird. Ein wirkungsvoller Nichtraucherschutz mit Konsequenz und Augenmaß ist möglich, wenn Tabakrauch nahe der Quelle erfasst und sorgfältig gefiltert wird, sodass die Giftstoffe fast zu 100% unschädlich gemacht werden. Solche technischen Möglichkeiten in Form von funktionalen Raucherräumen ("Raucherkabine") sind nicht teuer, hoch kommunikativ, weil einseitig offen (Luftschleierwand) und vor allem eine Alternative für Einraumbetriebe, die baulich keinen zweiten Raum abteilen/einrichten können.
Warum verstellt sich ein Land wie Deutschland, wenn es schon alles bis ins kleinste Detail regeln muss, selbst den Weg? Im der Land der Dichter und Denker leben auch Tüftler und Ingenieure, die Technologien perfekt beherrschen und praxistauglich einsetzen können. Man darf gespannt sein auf die Entwicklung des Nichtraucherschutzes in Bayern nach der Landtagswahl am 28.9.2008. Dort gibt es mittlerweile Tausende von sog. Raucherclubs. In manchen Orten auf dem Land gibt es nicht einmal mehr ein Nichtraucherangebot; und das, obwohl in Bayern das derzeit strengste Gesundheitsschutz-gesetz in Kraft ist! Die Raucherclubs untergraben dieses Gesetz systematisch. Sieht so eine vertrauensbildende Maßnahme in politisches/staatliches Handeln aus? Wohl kaum!

Es wird wohl noch einmal ein Herbst mit rauchenden Köpfen - zum Glück nicht rauchenden Colts, wenngleich das Thema offensichtlich eine ähnliche Sprengkraft besitzt.

 

Koalitionspolitiker bei Bundes-Regelung zu Rauchverbot skeptisch

Berlin (Reuters.com 04.08.2008)

Gesundheitsexperten der Koalition sehen vorerst keinen Anlass, das Rauchverbot für Gaststätten durch den Bund zu regeln.

Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts müssten vielmehr die Länder ihre Hausaufgaben machen und eine einheitliche Linie finden, sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Carola Reimann, am Montag Reuters in Berlin. Erst wenn es nicht gelinge, einen Flickenteppich zu verhindern, müsse über eine Bundesregelung nachgedacht werden.

Auch die drogenpolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Maria Eichhorn, sieht zunächst die Länder am Zuge. "Es gibt Anzeichen dafür, dass sie sich dieses Mal auf eine einheitliche Vorgehensweise verständigen. Dies würde ich sehr begrüßen", sagte die CSU-Politikerin Reuters.

Die Grünen hatten zuvor einen neuen Anlauf im Bundestag für ein einheitliches Rauchverbot in der Gastronomie angekündigt. Sie wollen dazu das Arbeitsschutzgesetz ändern.

Nach der Arbeitsstättenverordnung haben Arbeitnehmer Anspruch auf einen rauchfreien Arbeitsplatz. Ausnahme bilden Betriebe mit Publikumsverkehr. Schon im vergangenen Jahr war in der Koalition diskutiert worden, diese Ausnahme abzuschaffen und auch für Gaststätten ein Rauchverbot zu verankern. Nachdem die Verfassungsressorts aber deutlich gemacht hatten, dass nach der Föderalismusreform die Länder für die Gastronomie zuständig sind, wurde davon Abstand genommen.

Eine Sprecherin des Bundesarbeitsministeriums betonte, die Verordnung für die Arbeitsstätten dürfe nicht überdehnt werden. Ihr sei aber auch kein neuer Vorschlag in dieser Richtung bekannt.

Eichhorn verwies darauf, dass durch die Arbeitstättenverordnung solche Gaststätten nicht erfasst würden, die von den Inhabern und ihren Familien geführt werden und die ohne weitere Mitarbeiter auskommen. Diese Lokale wären dann vom Rauchverbot ausgenommen.

Der hessische Ministerpräsident Roland Koch hatte angekündigt, er wolle auf eine einvernehmliche Linie der Länder hinwirken. Sein bayerischer Kollege Günther Beckstein machte aber deutlich, er werde zugunsten einer Bundesregelung das strenge bayerische Recht, das schon jetzt keine Ausnahmen mehr vorsieht, nicht zurückzunehmen. Es sei kein Unglück, wenn es in den Ländern unterschiedliche Regelungen gebe, sagte der CSU-Politiker im RBB-Inforadio.

Reimann forderte die Länder auf, sich der strengen bayerischen Regelung anzuschließen. Zur Not sei ein Vorgehen des Bundes über den Arbeitsschutz eine Möglichkeit. Eine andere Variante biete sich über Paragraf 74 des Grundgesetzes zum Schutz der Bevölkerung vor gemeingefährlichen Krankheiten.

 

KARLSRUHE

Verfassungsrichter kippen Rauchverbot

(30.07.08 spiegel.de)

Die Rauchverbote in Baden-Württemberg und Berlin sind verfassungswidrig. Das Verfassungsgericht gab den Beschwerden zweier Kneipenwirte und eines Discothekenbetreibers statt. Da die meisten anderen Bundesländer ähnliche Vorschriften haben, hat das Urteil Signalcharakter.

Hamburg/Karlsruhe - Erfolg für die Raucher: Das Bundesverfassungsgericht erklärte am Mittwoch die Rauchverbote in Baden-Württemberg und Berlin für verfassungswidrig. Die Richter gaben dabei zwei Wirten aus Berlin und Tübingen sowie einem Discothekenbetreiber aus Heilbronn Recht.

 

Niederlage für Gesundheit
Raucher bekommen Recht

(30.07.08 n-tv.de)


Das Bundesverfassungsgericht hat die Nichtraucherschutzgesetze der Bundesländer für verfassungswidrig erklärt. Besitzer zweier kleiner Kneipen in Berlin und einer Diskothek in Baden-Württemberg hatten gegen das Rauchverbot wegen Umsatzeinbußen geklagt. Bis zum Erlass neuer Gesetze bleiben die Rauchverbote zwar in Kraft. Allerdings darf in Trinkkneipen mit weniger als 75 Quadratmetern und nur einem Raum ab sofort wieder geraucht werden.

 

Amtlich: Das Rauchverbot schadet den Kneipen

(7.6.2008 welt.de)

Offizielle Statistik bestätigt erstmals die Klagen der Wirte - Karlsruhe verhandelt über Ausnahmeregelungen

Berlin - Jetzt ist es offiziell bestätigt: Die Rauchverbote haben in Kneipen, Bars und Diskotheken in Deutschland zu deutlichen Umsatzrückgängen geführt. In Bundesländern mit Rauchverbot gingen ihre Umsätze zwischen Oktober und Dezember 2007 real um 14,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal zurück, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Das waren 5,3 Punkte mehr als in Ländern ohne Rauchverbot.

Restaurants, Cafés, Eissalons und Imbissstuben waren weniger stark von den Folgen des Nichtraucherschutzes betroffen. "Die Mehrzahl der Gäste schätzt das Rauchverbot beim Essen", sagt Julius Wagner vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga). Besonders in Einraumgaststätten seien die Umsätze jedoch noch stärker eingebrochen, als es die zusammenfassende Statistik des Bundesamtes zeige, kritisiert er. Der Verband forderte deshalb eine schnelle und dauerhafte Gerichtsentscheidung für Ausnahmeregelungen in Einraumgaststätten. "Die künftige Umsatzentwicklung dort hängt vom Verfassungsgericht ab", betont Wagner. Karlsruhe verhandelt am kommenden Mittwoch über die Verfassungsbeschwerden von zwei Gastwirten und einer Diskothekenbetreiberin, die sich gegen Bestimmungen der Nichtraucherschutzgesetze von Baden-Württemberg und Berlin wenden.

Die Urteile der Landesgerichte waren bislang widersprüchlich: Während zum Beispiel das Oberverwaltungsgericht Lüneburg das Rauchverbot in niedersächsischen Kneipen bestätigt hatte, wurde es vom sächsischen und saarländischen Verfassungsgerichtshof eingeschränkt.

Rauchverbote gab es ab August 2007 zunächst in Baden-Württemberg und Niedersachsen, Hessen folgte im Oktober. Bereits zwischen Juli und September vergangenen Jahres sanken die Umsätze der sogenannten getränkegeprägten Gastronomie in den Bundesländern mit Rauchverbot um 9,8 Prozent. Das waren drei Prozentpunkte mehr als in den übrigen Bundesländern, wie das Bundesamt weiter meldet. Auch in diesem Jahr gingen die Umsätze weiter zurück: Im gesamten Bundesgebiet erwirtschaftete die getränkegeprägte Gastronomie von Januar bis März 2008 real 4,6 Prozent weniger als im Vorjahresquartal. Eine Aufteilung nach Bundesländern mit und ohne Rauchverbot ist laut Bundesamt für diesen Zeitraum aus statistischen Gründen noch nicht möglich.

Bereits seit Jahren leidet die Gastronomie an Einbußen. Gründe sind laut Dehoga auch die gestiegene Mehrwertsteuer, höhere Bierpreise und die wachsenden Energiekosten.

 

Buchtipp: Management-Lexikon Hotellerie & Gastronomie

(27.05.08 cafe-future.net.de)

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Herausgeber Dr. Axel Gruner ist seit November 2004 Professor für Hospitality Management an der Hochschule München. Ebenso wie die mitwirkenden Autoren stützt sich Gruner sowohl auf wissenschaftliche als auch praktische Branchenkenntnisse.

403 Seiten, gebunden, ISBN 978-3-87150-994-0 -Deutscher Fachverlag 2008, 58 EUR

 

Deutsche Wirtschaft unbeirrt, Ifo-Geschäftsklima legt gut einen Punkt zu

(tagesspiegel.de 22.5.08)

Berlin - Die deutsche Wirtschaft lässt sich von der Finanzkrise und dem hohen Ölpreis bisher kaum erschüttern. Die meisten Unternehmen beurteilen ihre Lage jedenfalls ausgesprochen positiv. Der Geschäftsklimaindex des Münchner Ifo-Instituts stieg im Mai überraschend auf 103,5 Punkte, nachdem er im April noch auf 102,4 Punkte gesunken war. Der Index basiert auf einer Befragung von rund 7000 Unternehmen und spiegelt sowohl deren Einschätzung der aktuellen Geschäftslage als auch die Erwartungen für die nächsten Monate wider. Beide Teilindikatoren entwickelten sich im Mai positiv. Weiterhin beurteilen die Unternehmen ihre aktuelle Lage aber besser als die künftige Entwicklung.

Der Anstieg nährt nun Hoffnungen, dass die deutsche Wirtschaft die weltweite Finanzkrise und den Abschwung in den USA besser übersteht als bisher erwartet. „Damit beweist sich, dass die deutsche Wirtschaft besser positioniert ist als die meisten anderen europäischen Nachbarländer“, sagt Volkswirt Alexander Koch von der Bank Unicredit. Vor allem die Industrie profitiere vom komfortablen Auftragspolster. „Das dürfte einen Absturz der deutschen Wirtschaft in den kommenden Monaten verhindern.“ Auch Ifo-Chef Hans-Werner Sinn ist optimistisch: „Insgesamt dürfte die Dämpfung der deutschen Konjunktur nach dem sehr guten ersten Quartal moderat ausfallen“, sagte er. In der vergangenen Woche hatte das statistische Bundesamt ein überraschend starkes Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent für das erste Quartal 2008 gemeldet. Experten erwarten jedoch, dass sich das Wachstum im Jahresverlauf deutlich abschwächen wird.

Fortsetzten soll sich jedoch der Trend zu mehr Beschäftigung. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte, gab es im ersten Quartal 39,8 Millionen Erwerbstätige in Deutschland. Innerhalb von zwei Jahren hat sich die Zahl um 1,4 Millionen erhöht. Das ist der stärkste Anstieg seit der Wiedervereinigung. Der Großteil der neuen Jobs entstand im Dienstleistungssektor, wo die Zahl der Erwerbstätigen um 1,1 Millionen stieg.

 

Für den Weg in die Selbstständigkeit braucht es vor allem Mut und Fleiß

(szon 16.5.08)

Der Traum sein eigener Chef zu sein, hat zahlreiche Studenten und interessierte Zuhörer zum Wirtschaftssymposium der Hochschule Albstadt-Sigmaringen gelockt. Drei Referenten zeigten Wege in die Selbstständigkeit auf und gaben wichtige Tipps für die Existenzgründer von morgen.

"Wenn Sie folgende drei Fragen für sich beantworten können, haben Sie schon das nötige Rüstzeug für eine Existenzgründung.

1. Habe ich eine gute Idee? 2. Kann ich die Idee auch gut verkaufen? 3. Bin ich bereit, dafür mehr als 40 Stunden zu arbeiten?", sagte Referent Dr. Marc Evers von der DIHK Berlin auf dem Symposium.

Wer sich selbstständig macht, ist zwar sein eigener Chef, muss aber auch eigenverantwortlich entscheiden und handeln. Ein gutes Konzept, viel Enthusiasmus und Risikobereitschaft muss ein Existenzgründer mitbringen, denn so Evers: "Das Potential ist in Deutschland da. Es fehlt nur leider manchmal am Gründungsgeist. Das Hauptmotiv für eine Existenzgründung darf nicht die Angst vor der Arbeitslosigkeit sein, sondern vielmehr der Wunsch mit einer Idee neue Wege beschreiten zu wollen, auch wenn diese zuweilen mit viel Arbeit und Risiken verbunden sind."

Während Dr. Marc Evers von der DIHK Berlin über die nötigen Rahmenbedingungen sprach, zeigte Wirtschaftsprüfer Arndt Geiwitz mögliche Probleme bei der Existenzgründung auf. Als dritter Referent gab Heinz Roth, Vorsitzender des Vorstandes der Primion-Technology-AG aus Stetten a.k.M., einen kurzen Abriss von der Firmengründung bis zum erfolgreichen Börsengang des Unternehmens.

Die Zahl der Existenzgründungen ist zwar seit dem Ende der Ich-AG rückläufig, dennoch gehen ungefähr 4,1 Millionen Menschen in Deutschland einer selbstständigen Tätigkeit nach. Erfreulich ist, dass der Anteil der Frauen bei ungefähr 39 Prozent liegt. Den Weg in die Selbstständigkeit muss man nicht alleine gehen. Partner wie die Bundesagentur für Arbeit oder die Gründungsberater der Industrie- und Handelskammern stehen Interessierten mit Rat und Tat zur Seite. Sie helfen bei der Erstellung von Businessplänen, Rentabilitätsvorschauen, vermitteln Weiterbildungen und informieren über Förderprogramme.

 

17 Kneipenwirte klagen gegen das Rauchverbot

(abendblatt.de 16.4.2008)

17 Hamburger Kneipenwirte wollen mit einer Verfassungsbeschwerde das erst vor gut drei Monaten in Kraft getretene Rauchverbot in der Hansestadt kippen. Das wurde am Wochenende bekannt. Vor allem kleinere Kneipen, die keinen separaten Raucherraum einrichten können, seien durch das Rauchverbot stark benachteiligt, argumentieren sie. Außerdem seien Arbeitsplätze in Gefahr.

Für den 23. April haben Hamburger Wirte eine Demonstration in der Innenstadt angekündigt. Damit wollen offenbar nun auch die Hamburger Gastronomen den Druck erhöhen. In Rheinland-Pfalz und Sachsen waren Kneipenwirte mit vergleichbaren Klagen bereits erfolgreich, in weiteren Bundesländern sind noch ähnliche Verfahren anhängig, mit denen das allgemeine Rauchverbot in der Gastronomie wieder gelockert werden soll.

In Hamburg hatten Kneipenwirte bereits mit Unterschriftenlisten, einer Volksinitiative und einer Demonstration gegen das generelle Rauchverbot in der Gastronomie protestiert.

Eine Verfassungsbeschwerde, die unlängst von einem Kneipenwirt aus Lokstedt eingereicht wurde, scheiterte im Wesentlichen daran, dass der Wirt nicht den Nachweis erbringen konnte, dass sein Umsatz seit Einführung des Rauchverbots eingebrochen war, hieß es.

 

Gericht kippt Rauchverbot für kleine Kneipen

(n-tv.de 12.02.2008)

In einem Eilentscheid weicht der rheinland-pfälzische Verfassungsgerichtshof das Rauchverbot auf. In kleinen Kneipen mit nur einem Schankraum darf zunächst weiter geraucht werden. Das nährt die Hoffnung vieler Kneipenbesitzer aus anderen Bundesländern. Vor allem, weil es in der Begründung heißt, die Argumente der Wirte seien nachvollziehbar.

 

Erste Beschwerde vor dem Verfassungsgericht

genussinitiative-berlin.de (9.02.2008)

 
Seit dem 1. Januar 2008 gilt in Berlin das Nichtraucherschutzgesetz. Es verbietet das Rauchen in öffentlichen Gebäuden wie Behörden, Krankenhäusern, Schulen und in der Gastronomie.
Gastronomische Betriebe von der Eckkneipe bis zum Edelrestaurant haben die Möglichkeit, Raucherräume zu schaffen. Die Regeln dafür sind streng: Der Raucherraum muss deutlich kleiner als der restliche Gastraum sein, er darf kein Durchgangszimmer zu Ausgang, Küche oder Toilette sein, und er muss durch eine Tür abgetrennt sein, die keinen Rauch in den Nichtraucherbereich dringen lässt.
Für die Gastronomie gilt eine Übergangsfrist. Bis zum 30. Juni müssen Wirte und Gäste bei Verstößen noch kein Bußgeld bezahlen. Vom 1. Juli an sind Strafen von bis zu 100 Euro für Gäste und bis zu 1000 Euro für Gastwirte möglich. Zuständig für die Kontrollen sind die bezirklichen Ordnungsämter. Schon jetzt gehen dort zahlreiche Beschwerden und Anzeigen ein. Die betroffenen Wirte werden schriftlich über die Beschwerden informiert.
Beim Berliner Verfassungsgerichtshof ist jetzt eine erste Grundrechtsbeschwerde gegen das Gesetz eingegangen. Ein Privatmann reichte Klage ein, weil er sich durch das Rauchverbot in seinen Freiheits- und Persönlichkeitsrechten beschnitten sieht, wie das Gericht auf Anfrage mitteilte. Vor einer Woche hatte das Bundesverfassungsgericht erstmals einen Eilantrag gegen das Rauchverbot in Gaststätten abgelehnt.

Umsatzminus bis November 2007

(welt-online 5.02.2008)

2,8 Prozent Umsatzminus verzeichnet das Gastgewerbe bis November 2007. Das straft den Volksmund Lügen

Der Volksmund hatte für Menschen ohne oder mit geringem beruflichem Erfolg einst wohlfeilen Ratschlag bereit: "Wer nix wird, wird Wirt" lautet der bündig. Das soll bedeuten, die Gastronomie sei ein sicherer Hafen für jeden Unternehmer. Es müssen glücklichere Zeiten gewesen sein.
Bis einschließlich November sind die Umsätze im Gastgewerbe 2007 inflationsbereinigt um 2,8 Prozent zurückgegangen. Dabei ist das Bild gespalten. Hotels und Pensionen blieben mit einem Rückgang von 0,8 Prozent fast stabil, das Gaststättengewerbe jedoch hat einen Einbruch um 4,6 Prozent zu verkraften. Es ist auch nicht so, dass die freudlose Zeit für den Wirt und Herbergsvater erst jetzt begonnen hat. Seit der Jahrtausendwende sind die Umsätze im Wirtschaftsbereich zusammengezählt um rund ein Fünftel gesunken, nur das Jahr 2006 war eine Ausnahme, Fußball, wie wir alle wissen.
Das beweist mehrerlei. Für die gelebte Ökonomie zum Beispiel, dass zwar überall Aufschwung sein kann, dies aber noch lange keine Auskunft über den eigenen Geldbeutel gibt. Der kann leer bleiben, so laut der Wirtschaftsminister die Gegenwart auch bejubeln mag. Auch dem Volksmund spricht es kein gutes Zeugnis aus. Immer hat er dann doch nicht recht, auch wenn wir's gerne glauben würden, weil er uns so viel lieber ist als die staubige Statistik. Zumal dann, wenn er auch noch ein Satz sagt, den wir weiterhin für richtig halten: "Je schöner die Wirtin, je schwerer die Zeche."

 

FDP gegen Rauchverbot in kleinen Kneipen - Umfrage bei Wirten

(mv-regio.de 04.02.2008)

Einen Monat nach Einführung des Rauchverbots in der Gastronomie will sich die FDP-Landtagsfraktion (Mecklenburg Vorpommern) erneut für die von Umsatzeinbußen betroffenen Gastwirte stark machen.

"Das Rauchverbot auch in kleinen Kneipen ist quasi eine Enteignung und Entmündigung der Unternehmer", sagte Fraktionschef Michael Roolf in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Er kündigte eine Umfrage bei 2000 Gastronomie-Betrieben zu den Januar-Umsätzen an, die die Industrie- und Handelskammer Schwerin auf Anregung seiner Fraktion durchführen werde. Erste Angaben aus Baden-Württemberg und Niedersachsen, wo das Rauchverbot schon seit 1. August vergangenen Jahres gilt, deuteten auf Umsatzeinbrüche von 25 bis 30 Prozent hin.

"Wenn es zur Gefährdung von Existenzen kommt, dann haben wir die Aufgabe, über eine Gesetzesinitiative diese Ungerechtigkeit wieder rückgängig zu machen", sagte Roolf. Die Ergebnisse der Umfrage will die FDP-Fraktion im März vorstellen. Der Januar sei zwar ein saisonal schwacher Monat, aber er sei in diesem Jahr besonders mild gewesen. Darum würden die Umsatzzahlen durchaus mit denen von anderen Monaten bis April vergleichbar sein. Roolf begrüßte zugleich die Klagen mehrerer Gastwirte aus Baden-Württemberg gegen das Nichtraucherschutzgesetz vor dem Bundesverfassungsgericht.

"Wir können die Freiheit nicht immer weiter einschränken", betonte der Fraktionschef. Ob in einer kleinen Kneipe geraucht werden darf, sollte der Wirt selbst entscheiden. Wer in einer Dorfgaststätte rauchfrei essen wolle, müsse eventuell "drei Kilometer weiter" fahren, um ein Nichtraucherlokal zu finden. "Die private Gaststätte ist kein öffentlicher Raum, sie ist Eigentum des Unternehmers", betonte Roolf. Der Gast habe die freie Entscheidung, sie zu betreten. Wenn den Gastronomen ein Rauchverbot vorgeschrieben werde, müsste auch das Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder mit im Wagen sitzen.

Die FDP hält den Nichtraucherschutz laut Roolf grundsätzlich für ein vernünftiges Ziel, gerade in großen Hotels und Gaststätten. Aber man müsse Größenunterschiede und Art der Einrichtung beachten: "Man kann das Hotel Neptun nicht mit einer kleinen Eckkneipe vergleichen."

 

Verfassungsjurist hält Klage gegen Kneipen-Rauchverbot für chancenlos

Berlin (ddp-bln) 23.12.2007

Der Verfassungsklage gegen Rauchverbote in der Gastronomie geben Experten einem Zeitungsbericht zufolge kaum keine Chance. Selbst wenn ein Umsatzrückgang durch das Verbot nachgewiesen werden könne, gelte der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit, sagte der Berliner Verfassungsrechtler Helge Sodan dem »Tagesspiegel« (Samstagausgabe). Das Gericht müsse das Interesse des Wirtes dann gegen Gemeinwohlbelange abwägen, und die seien gewöhnlich »sehr hoch angesiedelt«.

Im Falle des Nichtraucherschutzes wögen sie besonders schwer, sagte Sodan, der das Deutsche Institut für Gesundheitsrecht in Berlin leitet. Schließlich stehe dahinter das Grundrecht auf Leben und körperliche Unversehrtheit, für das der Staat eine »Schutzpflicht« habe.

Gastronomen klagen gegen Rauchverbot
Berlin (ddp). 23.12.2007

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) will das zum 1. Januar in den meisten Bundesländern in Kraft tretende Rauchverbot in der Gastronomie per Verfassungsklage ändern. Die Verfassungsbeschwerde sei am Freitag «zum Bundesverfassungsgericht nach Karlsruhe auf den Weg geschickt» worden, teilte Verbandsgeschäftsführerin Ingrid Hartges in Berlin mit.

 

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) will das zum 1. Januar in den meisten Bundesländern in Kraft tretende Rauchverbot in der Gastronomie per Verfassungsklage ändern.
Die Verfassungsbeschwerde sei am Freitag «zum Bundesverfassungsgericht nach Karlsruhe auf den Weg geschickt» worden, teilte Verbandsgeschäftsführerin Ingrid Hartges in Berlin mit. Da der Verband aus formaljuristischen Gründen nicht selber Klage einreichen kann, wird das Verfahren von einem einzelnen Gastronomen aus Tübingen in Baden-Württemberg geführt. Verfassungsrechtler bewerteten die Erfolgsaussichten der Klage unterschiedlich.

DEHOGA-Geschäftsführerin Hartges betonte, der Schritt bedeute keinesfalls ein Nein zum Nichtraucherschutz. «Allerdings erwarten insbesondere die Besitzer der wirtschaftlich stark betroffenen Einraumlokale zu Recht, dass wir ihnen helfen», sagte Hartges.

Nach Angaben des DEHOGA hat die Umsetzung des Rauchverbotes «in den meisten Hotels und vielen Restaurants» bisher problemlos funktioniert. Im Gegensatz dazu gebe es jedoch «erhebliche Probleme in Einraumbetrieben, ob Kneipen oder Bars, in denen oft die Mehrzahl der Stammgäste Raucher» seien. Viele dieser Gastronomen seien «über diese staatliche Bevormundung verärgert» und fürchteten um ihre Existenz.

Der in Karlsruhe klagende Gastronom Ulrich Neu aus Tübingen sagte: «Seit dieses Rauchverbot eingeführt wurde, habe ich Umsatzrückgänge von um die 30 Prozent, und das durchweg bis heute.»

In Baden-Württemberg gilt seit dem 1. August 2007 ein Rauchverbot in der Gastronomie. Auch in Niedersachsen ist das Rauchen seitdem nur noch in abgetrennten Räumen erlaubt. Seit 1. Oktober 2007 gilt ein Rauchverbot für die Gastronomie auch in Hessen.

Zum 1. Januar 2008 folgen weitere acht Bundesländer. In Sachsen tritt das Rauchverbot am 1. Februar, in Rheinland-Pfalz und im Saarland am 15. Februar in Kraft. Eine Schonfrist für die Wirte gibt es in Nordrhein-Westfalen und Thüringen. In diesen beiden Bundesländern gilt das Rauchverbot erst ab 1. Juli 2008.

Nach Ansicht des Verfassungsrechtlers Rupert Scholz (CDU), der die Verfassungsklage vertritt, ist ein Rauchverbot in öffentlichen Einrichtungen durchaus verfassungsgemäß. «Das ist eine Maßnahme zum Schutz der Gesundheit.» Andererseits drohe kleinen Eckkneipen der Ruin, weil diese nicht getrennte Räume für Raucher und Nichtraucher schaffen könnten.

Ein Gesetzgeber müsse das Eigentumsrecht sowie die Berufs- und Gewerbefreiheit achten, »und er muss einen verhältnismäßigen Ausgleich schaffen», sagte Scholz. Er schlug vor, die Wirte selbst entscheiden zu lassen, ob sie ihr Lokal als Raucherlokal oder Nichtraucherlokal betreiben wollten.

Dagegen sagte der Verfassungsrechtler Helge Sodan, selbst wenn ein Umsatzrückgang durch das Verbot nachgewiesen werden könne, gelte der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit. Das Gericht müsse das Interesse des Wirtes dann gegen Gemeinwohlbelange abwägen, und die seien gewöhnlich «sehr hoch angesiedelt». Im Falle des Nichtraucherschutzes würden sie besonders schwer wiegen, sagte Sodan, der das Deutsche Institut für Gesundheitsrecht in Berlin leitet. Schließlich stehe dahinter das Grundrecht auf Leben und körperliche Unversehrtheit, für das der Staat eine «Schutzpflicht» habe.

 

Mehr Gäste für die Gastronomie
(ahgz 23.10.07)


Studie: Auch die Ausgaben der Kunden steigen wieder / Konsumenten wollen vor allem frische und gesunde Produkte.

Die Gastronomie in Deutschland hat in den ersten acht Monaten 2007 ihr Wachstum aus dem Vorjahr fortgesetzt. Stiegen die Ausgaben der Verbraucher für die Bedienungs- und Schnellgastronomie bereits von Januar bis August 2006 um 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, kletterten sie von Januar bis August 2007 um weitere 3,5 Prozent. Das teilte Jochen Pinsker vom Markforschungsunternehmen npdgroup beim Forum Systemgastronomie auf der Kölner Lebensmittelmesse Anuga mit.

Pinsker sieht zwei wesentliche Gründe für das Wachstum: Zum einen nahm die Zahl der Besuche der Deutschen in der kommerziellen Gastronomie um 1,4 Prozent zu, zum anderen stiegen die Ausgaben pro Besuch um 2,1 Prozent. „Die Verbraucher sind auch bereit, für gastronomische Leistungen wieder etwas tiefer in die Tasche zu greifen“, stellte Pinsker fest.

Erfreulich entwickelte sich zudem die Wiederkaufrate. Die neuen Gäste, die im vergangenen Jahr unter anderem wegen der Fußball-Weltmeisterschaft Kunden der Gastronomie wurden, nutzten deren Angebote nach Angaben Pinskers in den ersten acht Monaten 2007 nun häufiger.

 

Konjunkturlage in Hotellerie, Gastronomie und GV stark verbessert

(14.08.07 openPR)

Repräsentative Umfrage von Marktplatz Hotel / CHD Expert unter Entscheidern der Zuliefererindustrie – Umsatzerwartung für zweites Halbjahr steigt.

Die Deutschen gehen gerne aus, verreisen häufiger im Lande und konsumieren immer mehr außer Haus. Die Stimmung in der Hotellerie, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung (GV) verbesserte sich im ersten Halbjahr deutlich im Vergleich zum Vorjahr. 76 Prozent der führenden Zulieferunternehmen berichten von einer erheblich positiveren Marktstimmung in den ersten sechs Monaten des Jahres. Dies geht aus einer repräsentativen Befragung von Marktplatz Hotel / CHD Expert unter rund 600 führenden Zuliefer- und Ausstattungsfirmen im Außer-Haus-Markt hervor.

„Die Konjunkturlage hat merklich angezogen und lässt die Absatzprognosen der Zulieferer für das zweite Halbjahr noch einmal ansteigen“, analysiert Thilo Lambracht, Geschäftsführer von Marktplatz Hotel / CHD Expert, die Marktstudie. Lediglich fünf Prozent der befragten Marketingentscheider haben mit einer Verschlechterung der Marktlage bei ihren Kunden in Hotellerie, Gastronomie und GV zu kämpfen gehabt. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass die Erwartungen an das eigene Unternehmen für Umsatz- und Ertragssteigerungen im zweiten Halbjahr steigen: 78 Prozent rechnen mit einer Verbesserung in ihren Marktanteilen.


Die Ergebnisse im Einzelnen:
Die deutsche Wirtschaft befindet sich im Aufschwung. Wie beurteilen Sie insgesamt und auf der Basis des ersten Halbjahres 2007 die Stimmung Ihrer Kunden im Außer-Haus-Markt im Vergleich zu 2006?
Viel besser: 9,5%
Eher besser: 66,5%
Gleich: 18%
Eher schlechter: 5%
Viel schlechter: 1%
(Quelle: Marktplatz Hotel / CHD Expert)

Welche Erwartung haben Sie an die Entwicklung Ihres eigenen Unternehmens im zweiten Halbjahr 2007?
Sehr hohe Erwartungen: 14%
Hohe Erwartungen: 64%
Keine besonderen Erwartungen: 17,5%
Eher geringe Erwartungen: 3,5%
Sehr geringe Erwartungen: 1%
(Quelle: Marktplatz Hotel / CHD Expert)

Über die Studie: Mitte Juli wurden 602 führende Zuliefer- und Ausstattungsfirmen im Außer-Haus-Markt schriftlich zu ihrer Markt- und Unternehmenseinschätzung befragt.

 

Neues Darlehensprogramm für Gastronomie / Unterstützung für kleine Betriebe

(03.08.2007: Schwerin/MVregio)

Neues Landesdarlehen für Gastronomiebetriebe in Mecklenburg-Vorpommern:

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus hat am Donnerstag (02-08-2007) eine neue Richtlinie zur Förde­rung von Investitionen in kleinen gastronomischen Einrichtun­gen erlassen.

"Für den kleinen Gaststätten- und Kneipenbe­sitzer ist es oft besonders schwierig, das notwendige Kapital für Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen zu beschaffen. Wir unterstützen mit der Richtlinie bewusst nur kleinere Unternehmen", sagte Jürgen Seidel, Minister für Wirtschaft, Ar­beit und Tourismus, am Donnerstag in Schwerin. Die neue Richtlinie tritt heute, am Freitag (03-08-2007) in Kraft.

Das Darlehensprogramm wendet sich an alle Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern und einem Jahresumsatz bis zwei Millionen Euro. Die Darlehenssumme für Investitionen beträgt maximal 15.000 Euro, gefördert werden maximal 80 Prozent der Investitionskosten. "Das Hotel- und Gaststättengewerbe muss sich besonders rasch veränderten Vorgaben anpassen. Dies gilt auch beim in Kraft getretenen Gesetz zum Nichtraucherschutz. Deswegen wollen wir ein Angebot zur Unterstüt­zung insbesondere der kleinen Betriebe machen", sagte Seidel.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es nach Branchenangaben rund 4.500 gastronomische Betriebe. Das Gastgewerbe ge­hört mit einer Zunahme von 1.300 (1.344) Stellen (+4,9 Prozent) zu den Branchen mit hohen Beschäftigungszuwächsen im Mai 2007.

Das Darlehensprogramm des Landes läuft bis Ende 2008.

Auskünfte zu Einzelheiten des Programm sind erhältlich über das Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern, Tel. 0385-63631282 oder auf der Internetseite:

www.lfi-mv.de

 

Aufstand der Gastwirte

(Berlin - 06.08.2007) dpa

Viele Gastwirte sind nach Angaben des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) über die neuen Rauchverbote in mehreren Bundesländern verärgert und prüfen Klagen. «Es gibt Gastronomen aus allen Teilen der Republik, die eine verfassungsrechtliche Klärung wünschen», sagte Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges in Berlin. «Es gibt Gäste und Wirte, die sagen: Wir lassen uns die Bevormundung nicht gefallen.» Die Rauchverbote seien ein Eingriff in die unternehmerische Entscheidungsfreiheit.

In Baden-Württemberg und Niedersachsen dürfen Raucher seit vergangenem Mittwoch in Gaststätten grundsätzlich nicht mehr rauchen. Nur in abgetrennten Räumen darf noch gequalmt werden. In Mecklenburg-Vorpommern gilt erst zum Jahreswechsel ein Rauchverbot in der Gastronomie, während das Rauchen dort in Landesbehörden bereits verboten ist. Die Verunsicherung unter den Gastwirten ist nach Angaben des Verbands bundesweit groß. «Das drückt sich in einer starken Zunahme der Anrufe aus», sagte Hartges. «Was passiert, wenn trotzdem geraucht wird? Welche Anforderungen sollen an einen separaten Raum gestellt werden?»

Die meisten Bundesländer wollen Anfang 2008 ein Rauchverbot in Landesbehörden, Schulen und Gaststätten in Kraft setzen. Hartges kritisierte die unterschiedlichen Regelungen: «Der Föderalismus hat uns ein Rauchverbotschaos beschert.»

Die Dehoga-Geschäftsführerin in Niedersachsen, Renate Mitulla, warnte in der «Welt am Sonntag» vor Umsatzeinbußen und Schließungen. «Wenn die Gäste ihre Drohungen wahr machen und tatsächlich wegbleiben, dann droht jeder zweiten Kneipe das Aus», sagte sie. Niedersachsens Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU) zeigte sich dagegen zuversichtlich, dass die Rauchverbote in der Gastronomie von den Bürgern akzeptiert werden. Die Einführung von Rauchverboten in Irland, Italien und Norwegen habe gezeigt, dass Wirte keine dauerhaften finanziellen Einbußen befürchten müssten. Im Gegenteil: «Nach einer Phase der Eingewöhnung sind die Umsätze häufig sogar gestiegen», sagte sie der Zeitung.

 

Rauchen verboten!
Drei Länder starten

n-tv (1.8.2007)


In drei Bundesländern gelten ab heute umfangreiche Rauchverbote. In Niedersachsen, Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern ist der Tabakkonsum künftig in Landesbehörden, Schulen, Krankenhäusern, Pflegeheimen, Kinder- und Jugendeinrichtungen untersagt. In Niedersachsen und Baden-Württemberg gilt das Rauchverbot auch in Gaststätten. Ausnahmen gibt es in der Gastronomie nur, wenn ein Wirt einen komplett abgetrennten Nebenraum zum Raucherzimmer erklärt.
 
Unterschiedliche Bestimmungen gibt es für Diskotheken. Während in Baden-Württemberg in ihnen ein absolutes Rauchverbot gilt, können in niedersächsischen Diskos gesonderte Raucherräume eingerichtet werden. Mecklenburg-Vorpommern zieht bei den Regeln für Gaststätten zum Jahreswechsel in einem zweiten Schritt nach. Dann treten Nichtraucherschutzgesetze auch in fast allen anderen Bundesländern in Kraft.
 
In Einrichtungen des Bundes, in öffentlichen Verkehrsmitteln, Taxis und Bahnhöfen ist das Rauchen ab September per Bundesgesetz verboten.

 

Rauchverbot in zwei Bundesländern

ahgz (26.7.2007)

Zigaretten sind ab 1. August in baden-württembergischen und niedersächsischen Gaststätten tabu.
Am 1. August ist es soweit: In Niedersachsen und Baden-Württemberg tritt das Nichtraucherschutzgesetz in Kraft. In Baden-Württemberg vorbehaltlich der Zustimmung des Parlaments, die aber als sicher gilt.

Für Hotels und Gaststätten in den beiden Bundesländern hat das folgende Auswirkungen: Geraucht werden darf nur noch in abgetrennten Nebenzimmern.

Das gilt auch für Discotheken in Niedersachsen. In Tanzbetrieben im Südwesten dagegen ist das
Rauchen grundsätzlich verboten.

 

In der Gastronomie droht Personalmangel

shz.de (03.07.2007)

Der positive Trend verstetigt sich: In Schleswig-Holstein und Hamburg ist die Zahl der Erwerbslosen weiter deutlich zurückgegangen. Hamburg meldet mit knapp 80 500 Arbeitslosen (minus 17,1 Prozent) den stärksten Rückgang seit 50 Jahren. Und Schleswig-Holstein, mit 116 200 Jobsuchern und einem Rückgang um 18 800 im Jahresvergleich (Arbeitslosenquote: 8,2 Prozent), verdrängte das Saarland vom fünften Platz unter den Bundesländern. Der Kreis Stormarn hat mit 4,7 Prozent die geringste Quote - und liegt schon besser als die Spitzenreiter Bayern (5,0) und Baden-Württemberg (4,8).

Der Kieler Landesarbeitsagentur-Nord-Chef Jürgen Goecke erinnerte gestern daran, dass die Arbeitslosenzahl in Schleswig-Holstein damit binnen zwei Jahren um rund 42 000 gesunken sei. Vor allem die rund 13 000 gemeldeten offenen Stellen (plus 2300 oder 21,4Prozent) im Land wertet er als weiteren Indikator für die stabil positive wirtschaftliche Entwicklung. Allerdings entfällt mit 4300 freien Stellen allein rund ein Drittel auf Jobs bei Zeitarbeits- und Verleihfirmen. Die Industrie meldet 1100offene Stellen.
Angesichts von allein 900 unbesetzten Arbeitsplätzen in der für den Tourismus wichtigen Gastronomie und Hotellerie sprach Kiels Landesarbeitsagentur-Sprecher Horst Schmitt zwar noch nicht von Fachkräftemangel, aber bereits von "ersten Engpässen". Deshalb werde gerade im Gaststättenbereich derzeit gezielt qualifiziert. Für Unternehmen, in deren Branchen mittelfristig konkret Personalengpässe zu erwarten sind, hat Schmitt indes nur einen Ratschlag: "Die Betriebe müssen selbst ausbilden."

 

New York ist auf Gesundheitskurs / Das Ende der Transfette

gesundheitpro.de  (03.07.2007)

Die Stadt New York verordnet ihren Bürgern gesünderes Essen: In Restaurants, Imbissen und Donut-Bäckereien dürfen keine schädlichen Transfette mehr brutzeln

Mit dem Verbot der künstlich gehärteten Fette will New York die Menschen der Stadt vor Arterienverkalkung und in deren Folge vor Infarkten sowie Schlaganfällen bewahren. Transfette stehen US-Studien zufolge auch unter Verdacht, den geistigen Abbau im Alter zu beschleunigen und mit anderen Faktoren zusammen die Entstehung von Alzheimer zu fördern.

Nach anfangs heftigen Protesten der Gastronomie gegen die Order aus dem Rathaus vollzog sich der Kurs auf gesündere Fette in New York letztlich überraschend geschmiert. Viele Küchen und selbst große Imbissketten füllten ihre Töpfe und Fritteusen schon vor dem Stichtag 1. Juli mit anderen Fetten, die die Gesundheit ihrer Gäste weniger belasten und nur geringfügig mehr kosten, wie örtliche Medien aus Umfragen erfuhren.

Vor New York hatte bereits Dänemark die Transfette aus seinen Nahrungsmitteln verbannt. Die Regierung in Kopenhagen beschränkte den Anteil der gehärteten Fette in allen Lebensmitteln, Importe eingeschlossen, per Gesetz von 2004 auf weniger als zwei Prozent. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) und das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfehlen dagegen nur, Fast-Food-Gerichte wie Hamburger und Fritten, Hähnchenschenkeln, Kartoffelchips, Donuts, Kekse und Schokolade wegen der Transfettsäuren in geringen Maßen zu verzehren.

Das Ende der Transfette ist für New York bereits die zweite umwälzende Gesundheitsinitiative unter Michael Bloomberg. Der ebenso mutige wie populäre Bürgermeister hatte 2003 eines der strengsten Rauchverbote der Welt verhängt und den blauen Dunst in allen Büros, Kneipen, Bars und Clubs untersagt. Seitdem sinkt die Zahl der durch Tabak verursachten Todesfälle, sowie Herz- und Kreislauferkrankungen in «Big Apple» drastisch. Anchorage, Boston, Chicago, Las Vegas und Los Angeles, Miami, San Francisco und Seattle folgten dem Beispiel und wurden ebenfalls rauchfrei.

New Yorks Gesundheitsbehörde glaubt, mit seinem neuen Verbot der Transfette wenigstens 500 Bürger pro Jahr vor dem Herztod bewahren zu können. Die Fette, in denen die ungesättigten Fettsäuren durch Hydrierung in gesättigte umgewandelt sind, wurden von Gastronomen als preisgünstig und besonders haltbar geschätzt. Inzwischen stiegen die meisten Köche auf traditionelle Pflanzenfette wie Sonnenblumen- und Rapsöl um.

 

DFV veröffentlicht Top 20-Liste der Franchise-Branche

Franchiseportal.de (04.06.2007)

Der Reiseveranstalter Tui führt die Liste der 20 größten Franchise-Geber in Deutschland an, die der Deutsche Franchise-Verband e. V. (DFV) aktuell zusammengestellt hat. Gefolgt wird das Reise-Unternehmen von der Gastronomie-Kette McDonald's und dem Nachhilfe-Netzwerk Schülerhilfe. Ausschlaggebend für die Platzierung ist die Anzahl der Franchise-Betriebe und der zentral geführten Outlets der Franchise-Unternehmen.

Nach Aussage des DFV verdeutlichen allein die ersten drei Plätze die Vielfalt innerhalb der Franchise-Branche. "Die Franchise-Idee etabliert sich in allen Branchen ob Dienstleistungen, Handel, Gastronomie oder Handwerk", so DFV-Geschäftsführer Torben L. Brodersen. Zu den 20 größten Systemen der Liste gehören so unterschiedliche Unternehmen wie Kamps, Foto Quelle, Fressnapf, die Musikschule Fröhlich, Sunpoint Sonnenstudios oder die Mobilcom.

Laut DFV erwirtschaftete die Franchise-Branche 2006 einen Umsatz von 37,6 Milliarden Euro. Der aktuellen Branchenauswertung zufolge gab es 2006 bereits mehr als 51.100 selbstständige Franchise-Partner. Erkennbar sei dabei ein deutlicher Trend zur Dienstleistung. Von den rund 900 Franchise-Systemen bieten laut DFV insgesamt 50 Prozent Dienstleistungen an, 29 Prozent sind im Handel aktiv. Die Gastronomie ist mit 14 Prozent vertreten, sieben Prozent der Unternehmen sind im Handwerk tätig.

 

NRW-Gastronomie im Aufwärtstrend

AHGZ (28.05.2007)

DÜSSELDORF. „Endlich scheint die positive gesamtwirtschaftliche Entwicklung auch die Gastronomie erreicht zu haben“, freut sich Helmut Otto, Präsident des DEHOGA Gastgewerbe NRW, über die neuen Zahlen aus dem NRW-Konjunkturbericht.

Das Marktforschungsinstitut Luxenburger und Partner aus Düsseldorf hat ihn gerade bekannt gegeben. Bezugszeitraum ist der vergangene Winter.
Danach verzeichneten rund 65 Prozent der Unternehmer gleich gebliebene oder gestiegene Umsatzzahlen (Vorjahr: 52 Prozent). Eine positive Entwicklung zeigt auch die Ertragslage. Konnten sich im Winter 05/06 nur 12,6 Prozent über Ertragszuwächse freuen, waren es diesen Winter immerhin 23 Prozent, wobei die Quote derer, die eine Verschlechterung zu vermelden hatten, mit 48 Prozent immer noch sehr hoch ist (Vorjahr: 61,5 Prozent).

Die Gästezahlen sind annährendkonstant geblieben, obwohl aufgrund der Mehrwertsteuererhöhung rund43 Prozent der Betriebe ihre Preise erhöhten. Die Mitarbeiterzahl blieb bei fast70 Prozent der Befragten unverändert.
Hinsichtlich der Einschätzung der Sommersaison 2007 überwiegen gleich bleibende Erwartungen, insbesondere in Bezug auf die Mitarbeiterbewegung(74,5 Prozent) und die Preisentwicklung (67,2 Prozent). Am optimistischsten sind die Unternehmer zum einen hinsichtlich der Gästeanzahl - über 40 Prozent gehen von einem steigenden Gästeaufkommen aus - zum anderen im Hinblick auf den zu erwartenden Umsatz. „Wir sind optimistisch, dass sich aufgrund fallender Arbeitslosenzahlen und der positiveren Gesamtstimmung die Situation insgesamt in unseren Betrieben weiter aufhellt.

Allerdings bleibt eine große Unbekannte, nämlich wie das Thema Nichtraucherschutz künftig geregelt sein wird“, so Helmut Otto abschließend.

 

Mindestlöhne für die Gastronomie

03.05.2007  (Tagesspiegel.de)

Die 180.000 Beschäftigten von Hotels und Gaststätten in Nordrhein-Westfalen haben künftig Anspruch auf Mindestlöhne. Als Untergrenze gilt künftig ein Monatsgehalt von rund 900 Euro.

Düsseldorf - Landesarbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) erklärte die Tariflöhne der Branche für allgemein verbindlich. Damit will er die Lohndrückerei in der Gastronomie stoppen. Die unteren drei Tarifgruppen sowie die tariflichen Ausbildungsvergütungen gelten nun für die Mitarbeiter aller 44.000 Betriebe des Gastgewerbes im Land. Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände unterstützen das Vorgehen.

Grundsätzlich können Länder für sich Tariflöhne einer Branche für allgemein verbindlich erklären. Dies hat aber keine Auswirkungen auf das so genannte Entsendegesetz, das heißt Arbeitnehmer aus anderen EU-Ländern fallen - anders als bei einer eventuellen bundesweiten Regelung - nicht unter die Lohnvorgabe. "Im Hotel- und Gaststättengewerbe fand in den vergangenen Jahren ein Unterbietungswettlauf auf Kosten der Beschäftigten statt", sagte Laumann. Dem werde jetzt ein Riegel vorgeschoben. Beschäftigte der untersten Lohngruppe erhalten nun ein Monatseinkommen von etwas über 900 Euro. Für die folgenden beiden Tarifgruppen gelten Löhne von 1220 und 1284 Euro.

 

Lungenfachärzte fordern striktes Rauchverbot in Gastronomie, keine Umsatzeinbußen!


17.4.2007 (Tirol online)


In den vergangenen Jahren, so Sylvia Hartl, haben sich weltweit 21 seriöse Studien mit der Frage nach den wirtschaftlichen Konsequenzen eines generellen Rauchverbots für die Gastronomie befasst.

Das Ergebnis laut der Expertin: "Keine dieser Studien berichtete über negative Auswirkungen von
Rauchverboten auf Einnahmen und Arbeitsplätze. Vier Studien berichteten hingegen über positive Auswirkungen auf den Umsatz von Restaurants, Bars, Hotels und Touristikunternehmen."

 

Bericht über generelles Rauchverbot in Gastronomie in Niedersachsen

17.04.2007 (AP)

Hamburg – In Niedersachsen soll es nach einem Zeitungsbericht doch ein vollständiges Rauchverbot in der Gastronomie geben. Die „Bild am Sonntag“ berichtet unter Berufung auf die CDU-Landtagsfraktion, dass die Landesregierung in Hannover ihr als zu liberal kritisiertes Gesetz deutlich verschärfen wolle und sogar eine „Raucherpolizei“ zum Einsatz kommen solle. Verstöße würden dann künftig mit Geldbußen geahndet und könnten zwischen fünf und 1.000 Euro kosten. Die Aufgabe solle wie bei Parksündern den Ordnungsämtern übertragen werden. Fraglich sei noch, ob das Rauchen in abgetrennten Hinterzimmern erlaubt sein soll.

Ein Sprecher von Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) wies den Bericht auf AP-Anfrage als reine Spekulation zurück, kündigte aber an, dass Wulff seine Vorstellungen für ein neues Nichtraucherschutzgesetz am Dienstag der CDU-Fraktion vorstellen wolle. Dem wolle man nicht vorgreifen.

Ein CDU-Insider sagte der Zeitung zufolge: „Es wird auf ein generelles Rauchverbot hinauslaufen, weil alle Ausnahmeregelungen etwa für Eckkneipen vor den Gerichten nur schwer bestehen würden.“

Ursprünglich hatten die Planungen in Niedersachsen vorgesehen, dass in der Gastronomie jeder einzelne Betrieb selbst entscheiden kann, ob er sich zu einem Raucherlokal erklärt und dies mittels eines einfachen R-Zeichens bekannt macht. Bußgelder bei Missachtung von Rauchverboten waren nicht vorgesehen. Ministerpräsident Christian Wulff war deshalb scharf kritisiert worden und hatte angekündigt, mit Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU) Alternativen zu besprechen.

 

Branche ächzt unter Steuerlast

13.4.2007 (DEHOGA)

DEHOGA will reduzierten Mehrwertsteuersatz, kündigt eine Kampagne an und fordert Vereinheitlichung auf europäischer Ebene.

STUTTGART/BERLIN. Die hohe deutsche Mehrwertsteuer bremst den Konsum, verzerrt den Wettbewerb und vernichtet Arbeitsplätze in Hotellerie und Gastronomie. So argumentiert der DEHOGA und fordert deshalb seit langem den 7-Prozent-Mehrwertsteuersatz für die Branche. Dieser Forderung soll jetzt Nachdruck verliehen werden durch eine groß angelegte Offensive, die der Verband im nächsten Monat starten will.

Statt vom reduzierten Mehrwertsteuersatz zu profitieren wie die Kollegen in den meisten anderen EU-Ländern, musste die Branche zum Jahreswechsel eine Steuererhöhung um drei Prozentpunkte hinnehmen. Mit den vom DEHOGA vorausgesagten negativen Folgen für Hotellerie und Gastronomie: Um 2,3 Prozent ist zum Beispiel der Branchenumsatz in Baden-Württemberg im Januar 2007 gegenüber dem Vorjahreswert gesunken. Damit bestätigten sich Befürchtungen, dass Hotellerie und Gastronomie besonders unter der Steuererhöhung auf 19 Prozent zu leiden haben. „Wie bei allen bisherigen Mehrwertsteuer-Anhebungen muss die Branche einen Teil der Erhöhung selbst bezahlen, weil es wegen des harten Wettbewerbes nicht möglich ist, die Kosten an die Gäste weiterzugeben“, so der baden-württembergische DEHOGA-Hauptgeschäftsführer Jürgen Kirchherr.

Dabei machten mehrwertsteuerbedingte Wettbewerbsverzerrungen dem Gastgewerbe schon vorher schwer zu schaffen.

 

Gastronomie und Hotellerie investieren wieder


09.03.2007 (dpa)

Die konjunkturelle Lage und Stimmung in der Gastronomie- und Hotelleriebranche haben sich aufgehellt. ''Der Investitionsstau hat sich aufgelöst'', sagte der Vorsitzende des Ausstellerbeirates der Fachmesse ''Internorga'', Ralf Hübner, am Mittwoch im Vorfeld der Messe (9. bis 14. März) in Hamburg. Nach den Umsatzimpulsen durch die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 und ein gesamtwirtschaftlich besseres Umfeld wollen Gastronomie und Hotellerie wieder investieren. Auch im Ernährungsbereich sei statt ''Geiz-ist-geil'' wieder mehr Qualität gefragt, ergänzte die Vorsitzende des Internorga-Veranstalter-Ausschusses, Rose Pauly.

Die befürchteten Umsatzeinbußen durch die Mehrwertsteuererhöhung sind ausgeblieben: ''Das Ausgehverhalten hat sich nicht geändert'', sagte Pauly. Trotzdem mussten laut Pauly bundesweit CafÈs, Restaurants und Schankbetriebe 2006 einen Umsatzrückgang von 0,7 Prozent hinnehmen. Die Verbraucher seien aber wieder bereit, für Qualität mehr Geld auszugeben.

Das gute Investitionsklima zeige sich auch in den geplanten Hotelneubauten, erklärte Pauly, und sprach von einem Konzentrationsprozess: ''Bundesweit sehen wir einen Trend zu steigender Bettenkapazität bei sinkenden Betriebsstättenzahlen.'' Wachstumpotenzial biete außerdem der Städtetourismus mit Tagungen und Kongressen sowie kulturellen und sportlichen Events. So seien die Übernachtungszahlen 2006 im Vorjahresvergleich um 3,7 Prozent auf 208 Millionen gestiegen, teilte Pauly mit.

Investitionsbereitschaft signalisiere auch der Bereich der Gemeinschaftsverpfleger. Das liege an der demographischen Entwicklung, die dazu führe, dass die Zahl pflegebedürftigen Menschen steige, erklärte Hübner. Zudem würde der Ausbau von Ganztagsschulen und Kitas die Nachfrage nach entsprechenden Produkten verstärken, so Hübner weiter. ''Die wirtschaftlichen Aussichten für die "Außer-Haus- Markt"-Branche sind mehr als positiv.''

 

Gastronomie-Unternehmen profitieren vom Aufschwung

09.03.2007

Hamburg (ddp.djn).

Deutschlands führende Gastronomie-Unternehmen haben laut einer Branchenerhebung 2006 das beste Geschäftsjahr seit mehr als zehn Jahren erreicht.

«Die Top 100 der Branche verzeichneten im vergangenen Jahr ein Umsatzplus von 7,6 Prozent, die beste Entwicklung seit 1995», sagte Gretel Weiß, Chefredakteurin der Fachzeitschrift «food-service», am Mittwoch in Hamburg. Demnach erwirtschafteten Deutschlands führende Gastronomie-Unternehmen 2006 insgesamt 9,4 Milliarden Euro Netto-Umsatz in über 16 000 Betriebsstätten.

Nach Angaben von Weiß profitierte die Gastronomie «hochgradig vom starken Aufschwung» hierzulande. Auch die Fußball-Weltmeisterschaft hätte einen eindeutigen Wachstumsimpuls gebracht.

Die Zeitschrift «food-service» führt seit 1982 ein Ranking unter Deutschlands Gastronomie-Unternehmen durch. Seither agiert McDonald's als Marktführer. Die internationale Fast-Food-Kette präsentierte 2006 mit einem Umsatzplus von 6,1 Prozent (2005: 5,2 Prozent Plus) das beste Wachstumsjahr seit 1999 und erwirtschaftete 149 Millionen Euro. Konkurrent Burger King hingegen erzielte einen Umsatz von rund 647 Millionen Euro (plus zehn Prozent). Prominente Newcomer-Marken unter den Top 100 sind Häagen Dazs, Dunkin' Donuts und Mr. Clou.


Gastronomie wird weitgehend rauchfrei

1.03.2007 (ahgz)


Rauchen ist künftig nur noch in abgetrennten Räumlichkeiten erlaubt / Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen prüfen Ausnahmeregelungen / DEHOGA will Klarheit

VON HOLGER ZWINK/ALEXANDRA LINDINGER BERLIN.

Ein umfassendes Rauchverbot in der Gastronomie ist jetzt wohl beschlossene Sache. Nach langem Hin und Her haben die Minister der Länder und des Bundes am vorvergangenen Freitag einstimmig beschlossen, das Rauchen in Gaststätten zu untersagen. Demnach darf in der gesamten Gastronomie, auch in Discotheken, nicht mehr geraucht werden. Allerdings sollen Ausnahmeregelungen für komplett abgetrennte Raucherzimmer möglich sein. Außerdem haben sich Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen Sonderregelungen vorbehalten. Dort wird derzeit geprüft, ob einzelne Betriebe die Möglichkeit erhalten, sich zu Rauchergaststätten zu erklären. Bayern will Bierzelte von einem Rauchverbot ausnehmen.

Keine Wahlfreiheit

Die Reaktionen auf den Beschluss der Ministerrunde waren höchst unterschiedlich: Enttäuscht zeigte sich der DEHOGA Bundesverband: „Hier wurde sicherlich keine Entscheidung im Sinne der Wahlfreiheit von Gästen und Unternehmern getroffen“, sagte Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges.

 


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