
Medien Rachs Restaurantschule
(30.08.10 dpa)
(Zeit Online 27.11.09)
Rabatte für Frühstück, Gastronomie, Campingplätze? Abgrenzungsschwierigkeiten könnten den Plan der Regierung kippen, die Mehrwertsteuer für Hotels zu senken.
"Das ist keine Subvention für unsere Branche", weist der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) den Vorwurf zurück, in der Debatte über niedrigere Mehrwertsteuersätze betreibe der Verband Klientelpolitik.
Die Koalition hatte vor allem auf Druck der CSU beschlossen, für Übernachtungen in Hotels und Gasthöfen den ermäßigten Mehrwertsteuersatz von sieben statt 19 Prozent einzuführen.
Doch der Plan bringt die Regierung zunehmend in Bedrängnis. Derzeit laufe beim Gaststätten- und Hotel- Gewerbe eine Flut von Anfragen ein. Die meist gestellte Frage sei, ob das Frühstück in die "Beherbergungs"-Regelung einbezogen sei oder nicht, hieß es in Koalitionskreisen. Außerdem werde auch nach vergleichbaren Regelungen für Übernachtungen auf Campingplätzen gefragt.
In der Koalition wird daher nicht ausgeschlossen, dass die Regelung wegen schwieriger Abgrenzungsfragen doch wieder aus dem Wachstumsbeschleunigungsgesetz gekippt werden könnte. Auch aus der Opposition nimmt die Kritik an den Plänen zu.
Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) warnte indes vor einem Abrücken von der Hotel-Steuer und drohte mit Widerstand beim Entlastungspaket. "Ich stimme als Bayern nicht zu, wenn das nicht alles beieinander bleibt", sagte Seehofer bei einer Klausur des bayerischen Kabinetts in Gmund. Die sieben Prozent Mehrwertsteuer müssten kommen. "Sonst gibt's keine Zustimmung", sagte er mit Blick auf das Wachstumsgesetz, zu dem auch die Hotel-Steuer gehört.
In 21 EU-Ländern gebe es für die Hotellerie niedrigere Mehrwertsteuersätze, deswegen gehe es um eine Stärkung im Wettbewerb mit Nachbarländern wie Österreich, sagte Dehoga-Präsident Ernst Fischer. Auch die Gastronomen litten enorm, deshalb sollte auch für sie der reduzierte Mehrwertsteuersatz eingeführt werden.
Fischer wies darüber hinaus den Vorwurf zurück, die Steuersenkung für die Hotellerie löse keinerlei Wachstumsimpulse aus. Er denke schon, dass bestimmte Betriebe ihre Kosten für Übernachtungen senken werden. Zudem seien 2,8 Millionen Menschen im Tourismus beschäftigt, und vielen in der Branche gehe es schlecht.
Nach einer früheren Dehoga-Umfrage wollen 46 Prozent der Betriebe die durch
die Steuerabsenkung freiwerdenden Mittel investieren, um ihr Produkt zu
verbessern. Die Preise wollen demnach nur 21 Prozent senken und 22 Prozent
wollen ihr Personal besser bezahlen.
Insgesamt müssen Wirte und Hoteliers in Deutschland weiterhin mit stark
sinkenden Umsätzen zurechtkommen, wie die jüngsten Zahlen des Statistischen
Bundesamtes belegten: Demnach schrumpften ihre Erlöse im September um 4,5
Prozent unter den Wert vom September 2008. Der Umsatz konnte nur mithilfe von
höheren Preisen erreicht werden: Zu unveränderten Preisen hätte der Rückgang
sogar 6,2 Prozent betragen.
SCHLÜSSELFAKTOREN IN DER STERNE-GASTRONOMIE
(Gourmet Report 28.07.09)
Schlüsselfaktoren in der Sterne-Gastronomie Warum wählen Menschen ein bestimmtes Restaurant? Im Rahmen ihrer Bachelor-Arbeit an der Hochschule Heilbronn untersuchte Studentin Annika Kruse die Schlüsselfaktoren, die bei der Auswahl eines Michelin-Sterne-Restaurants eine Rolle spielen und ermittelte bemerkenswerte Ergebnisse.
Service, Freundlichkeit, Qualität… insgesamt 29 verschiedene Kriterien, die die Teilnehmer nach ihrer Wichtigkeit beurteilten, wurden ermittelt. Bewertet wurden: das Restaurant selbst, das Angebot an Speisen- und Getränke sowie der Service. 340 Teilnehmer wurden in den Städten Köln und Düsseldorf befragt, auch eine Online-Teilnahme (der Gourmet-Report berichtete) war möglich.
Demnach sind die "Freundlichkeit des Services", die "Qualität des Essens" und die "Sauberkeit" die wichtigsten drei Faktoren, die bei der Auswahl eines Michelin-Sterne-Restaurants von Bedeutung sind. Am wenigsten berücksichtigt werden "Bewertung in Restaurantführern", ein "umfassender Internetauftritt" sowie das "Angebot an vegetarischen Speisen". Hingegen war die Empfehlung von Freunden für 49 % der Befragten wichtig, deren Urteil sie bei der Auswahl eines Restaurants vertrauten.
Die Teilnehmer wurden darüber hinaus zu ihren Präferenzen hinsichtlich eines Restaurant-Führers befragt. Fast die Hälfte derer (45 %), die einen Restaurant-Führer für wichtig erachten, nutzen den Guide Michelin, gefolgt vom Gault Millau (20 %) und dem Varta Führer (13%).
Hinsichtlich der Frage nach der Häufigkeit eines Besuchs in einem Sterne-Restaurant antworteten 38 % der Befragten, sie besuchen ein solches Restaurant weniger als einmal im Jahr. Nur 11 % dinieren einmal oder öfter pro Monat in einem Sterne-Restaurant. Als Anlass ihres Besuchs geben 60% der Befragten an, sie besuchen das Restaurant in ihrer Freizeit und nicht anlässlich eines Geschäftsbesuches. Das lässt darauf schließen, dass der Besuch eines Michelin-Sterne-Restaurants als ein luxuriöser Genuss gilt, der nicht Teil des täglichen Lebens ist. Dabei weist die Bewertung innerhalb der Gruppe hinsichtlich der meisten Aspekte keine enormen Unterschiede zwischen den verschiedenen Altersklassen oder den Geschlechtern auf, d.h. die Gruppe der Gourmets ist relativ homogen.
Die besten Restaurants in Deutschland findet man in der HAIKU Listung, die
Gewichtung von den 4 wichtigsten Führern:
www.haiku-liste.de
(Märkische Allgemeine Juli 2009)
POTSDAM - Ingrid Hartges gibt sich keinen Illusionen über einen schnellen Erfolg hin. „Wir brauchen einen langen Atem“, sagte die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), Bundesverband, gestern in Potsdam. Aber am Ende des langen Weges sollen die sieben Prozent stehen. Sieben Prozent Mehrwertsteuer in Gastronomie und Hotellerie – anstelle der bisherigen 19 Prozent.
Eine solche Steuersenkung würde die Leistungsfähigkeit der Betriebe stärken und Arbeitsplätze sichern, argumentiert Hartges. 22 von 27 EU-Staaten arbeiten nach Dehoga-Angaben in der Hotellerie mit reduzierten Steuersätzen. Die Rechnung des Dehoga ist einfach. Mit einer um zwölf Prozentpunkte niedrigeren Mehrwertsteuer würde der Staat jährlich auf rund 3,8 Milliarden Euro verzichten. Dieses Geld würde das Gastgewerbe aber laut einer bundesweiten Unternehmensumfrage vor allem für Investitionen nutzen. Rund 1,8 Milliarden Euro könnten ausgegeben werden. „Das käme direkt dem Handwerk und der Zulieferindustrie zugute“, so Hartges. Diese Investitionsspritze wäre Hartges zufolge gerade jetzt wichtig, weil viele Betriebe Schwierigkeiten hätten, Geld von den Banken zu bekommen.
Laut der Umfrage unter 5700 Gastronomen und Hoteliers würden die Betriebe rund 800 Millionen Euro über Preissenkungen an die Gäste weitergeben. Ebenso viel Geld würde für Qualifizierung von Beschäftigten und höhere Löhne ausgegeben. Damit könnte der Konsum angekurbelt werden. Der Dehoga verweist auf eine Studie des Institutes für Mittelstandsforschung an der Universität in Mannheim, in der von 70 000 zusätzlichen Jobs die Rede ist, die bei reduzierter Steuer geschaffen würden.
In Frankreich, wo seit gestern für die Gastronomie ein reduzierter Satz gilt, würden 40 000 zusätzliche Jobs erwartet, so Hartges. Für sie steht fest: „Wenn es dort funktioniert, haben wir die besten Argumente, um in Deutschland weiterzukommen.“ „Das ist eines der dicksten Bretter, die wir im Steuerrecht bohren müssen“, sagt Mario Kade, Präsident des Dehoga Brandenburg. Er verweist auf den Nachbarn Polen mit reduzierter Steuer im Gastgewerbe.
In der Potsdamer Staatskanzlei hielt man sich zu diesem Thema gestern bedeckt. Damit habe sich die Landesregierung „heute nicht beschäftigt“, hieß es. Man verwies auf das Finanzministerium, das fachlich zuständig sei. Das hält eine Steuersenkung „finanz- und steuerpolitisch nicht für sinnvoll“. Weitere Steuerausfälle könne man sich nicht leisten und das Steuerrecht würde durch eine „Insellösung“ für das Gastgewerbe noch komplizierter werden.
Dabei macht das märkische Gastgewerbe schwere Zeiten durch. Im ersten Quartal 2009 seien die Umsätze gegenüber dem Vorjahreszeitraum um sieben Prozent gesunken, so Olaf Lücke, neuer Hauptgeschäftsführer des Dehoga Brandenburg. Für den Sommer erwarten zwei Drittel der Betriebe gute oder befriedigende Umsätze. Insgesamt aber könnten 2009 die Umsätze des Vorjahres nicht erreicht werden – wegen des schlechten Starts. (Von Ute Sommer)
(08.06.09 berlin online)
«Dieser Rückgang tut richtig weh.» Viele Geschäftsleute kämen in die Stadt, absolvierten ihre Meetings und reisten noch am selben Tag wieder ab.
Schwere Zeiten erlebe vor allem die Spitzengastronomie, schreibt das Blatt weiter. Zum Ende des Monats schließe das Gourmetrestaurant «Vitrum» im 5-Sterne-Hotel Ritz-Carlton. Das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete Restaurant war nach Unternehmensangaben allerdings seit Jahren ein Zuschussgeschäft für das Hotel und hatte zuletzt noch schlechtere Umsatzzahlen geliefert.
(26.01.2009 welt-online)
Hamburg befindet sich in einer Übergangsphase, seit das Bundesverfassungsgericht im Sommer 2008 das Rauchverbot für kleinere Kneipen bis 75 Quadratmeter außer Kraft setzte. Die Hansestadt wird aber, wie alle Bundesländer, ein neues Gesetz auflegen müssen - und die Vorbereitungen dafür laufen. Anfang Februar gibt es im Gesundheitsausschuss der Bürgerschaft eine Expertenanhörung.
So entspannt, wie die Lage in der Gastronomie selbst ist, so entspannt sehen die Bezirksämter das Thema. "Uns werden nicht mehr viele Verstöße gemeldet", sagt Klaus-Günter Scholz vom Verbraucherschutzamt Eimsbüttel, das für das Rauchen in der Gastronomie in dem Bezirk zuständig ist. "Bisher haben wir auch keine Bußgelder verhängt. Wenn ein Verstoß gemeldet wurde, gab es eine Anhörung mit dem Gastronomen, und danach war das Thema erledigt." Scholz blickt zurück: "Ich hatte eigentlich mit viel mehr Anzeigen gerechnet, etwa auch durch Wirte, die ihre Konkurrenz anzeigen." Genügend Personal, um die Lage im Blick zu behalten, habe der Bezirk, wie Scholz betont.
Im Bezirk Altona habe es Anfang des vergangenen Jahres - kurz nach Inkrafttreten des Passivraucherschutzgesetzes - zunächst viele Bürgerbeschwerden gegeben, teilt Kerstin Godenschwege vom Bezirksamt mit. "Zurzeit gehen die Beschwerden aber gegen null." Generell gilt nach einer Maßgabe der Gesundheitsbehörde: Die Bezirksämter sollen nur anlassbezogen aktiv werden, also nur nach einer Bürgerbeschwerde oder sobald etwa Lebensmittelkontrolleuren etwas auffällt. "In Speisegaststätten greift das Rauchverbot gut, einzelne Probleme gibt es höchstens in Kneipen", so Godenschwege.
Auch im Bezirk Mitte funktioniere die Umsetzung des Rauchverbotes, sagt Bezirksamtssprecherin Sorina Weiland. "Vor einem Jahr hatten wir deutlich mehr Beschwerden, im Januar 2008 waren es etwa 70. Angesichts der hohen Kneipendichte in Mitte war es aber auch damals schon wenig." Weiland räumt ein, dass es insbesondere am Wochenende auf der Reeperbahn Verstöße geben könne, die nicht geahndet werden.
Die Experten werden Anfang Februar im Gesundheitsausschuss der Bürgerschaft zusammenkommen. Darunter ist auch ein Vertreter des Gaststättenverbands Dehoga. Deren Hauptgeschäftsführer Gregor Maihöfer meint: "Seit dem Urteil des Verfassungsgerichts läuft es problemlos. In kleinen Kneipen darf geraucht werden, in der traditionellen Speisegastronomie nicht. Wir wollen, dass Hamburg sich ein relatives Rauchverbot gibt, mit einer Wahlmöglichkeit für kleine Eckkneipen." Dies entspreche den Plänen in den meisten anderen Bundesländern.
Die bundesweit aktive Nichtraucher-Initiative München erreichen auch Beschwerden von nicht rauchenden Hamburgern. "Es sind aber nicht so viele, dass es auffällt", sagt der Vorsitzende Ernst-Günther Krause. Der These, dass das Rauchverbot den Gastronomen einen Umsatzrückgang beschere, widerspricht Krause. Er verweist auf Untersuchungen in Bundesländern, nach denen der Umsatz sowohl in der speisen- als auch in der getränkegeprägten Gastronomie zugelegt habe.
Die Gesundheitsbehörde hält sich zurück: "Wir bereiten uns auf alle Szenarien vor, gleich ob es nun bei dieser Übergangsregelung bleibt oder das Totalverbot kommt", sagt Behördensprecher Rico Schmidt. Die telefonische Hotline zum Nichtraucherschutz wurde zunächst abgeschaltet - es kamen keine Anrufe mehr.
Jetzt sind die Parteien gefordert. Von ihnen hat bislang nur die GAL eine eindeutige Position: "Wir wollen ein klares Rauchverbot", stellt die grüne Gesundheitsexpertin Linda Heitmann klar. Die SPD ist sich da nicht ganz so sicher, auch wenn sie sich bislang gegen eine "Aufweichung des Rauchverbots" stemmte, wollen die Sozialdemokraten die Expertenanhörung abwarten und dann sehen, ob die eigene Position revidiert wird. Das gilt auch für die CDU. In der Union prallen alle Meinungen aufeinander. CDU-Gesundheitsexperte Harald Krüger sieht ein komplettes Rauchverbot als beste Lösung an. Hamburg habe eine sehr liberale Konzessionsvergabe in der Gastronomie, dort sei nicht festgelegt, wie groß Gaststätten seien - sodass schon mit der Abgrenzung der 75 Quadratmeter erhebliche Probleme drohten. Aber es gibt auch viele CDU-Abgeordnete, die dem widersprechen und Ausnahmeregelungen für kleine Kneipen im Gesetz verankert sehen wollen.
Im Gesundheitsausschuss werden aber nicht nur die Positionen von Verbänden und Gesundheitsexperten ausgetauscht, sondern am Ende dürfte es vor allem auf den Bericht der Juristen ankommen. Diese sollen nämlich dezidiert prüfen, wie sich das Karlsruher Urteil am besten in Landesrecht umsetzen lässt.
(Nürnberger Nachrichten 17.01.2009)
NÜRNBERG. In vier Tagen ist es wieder so
weit: Im Nürnberger Messezentrum öffnet die Hoga, Fachmesse für Hotellerie,
Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung, für vier Tage ihre Pforten. Rund 500
Aussteller aus dem In- und Ausland bedeuten ein Plus von 10 Prozent gegenüber
der Hoga vor zwei Jahren.
Und Süddeutschlands größte Fachmesse für das Gastgewerbe im Jahr 2009 trotzt
nicht nur zahlenmäßig der drohenden Wirtschaftskrise. Auf mehr als 40.000
Quadratmetern in fünf Messehallen präsentieren sich vom 18. bis 21. Januar
Unternehmen, Organisationen und Verbände.
(n-tv.de 10.12.2008)
Die Rezession droht der Gastronomie das Weihnachtsgeschäft zu vermiesen. Wie
der Branchenverband Dehoga mitteilte, sparen Firmen in diesem Jahr wegen der
Wirtschaftskrise vor allem bei Weihnachtsfeiern. "Angesichts der gedämpften
Konjunkturaussichten haben viele Unternehmen das Budget gekürzt oder ganz
gestrichen", sagte Dehoga-Präsident Ernst Fischer.
Rund 42 Prozent der befragten 1200 Gastronomen meldeten, dass das für die
Branche wichtige Weihnachtsgeschäft schlechter angelaufen sei als im Vorjahr.
Gut 40 Prozent berichteten von gleicher Buchungslage, 17 Prozent von einer
Verbesserung. Die Hoffnung der Unternehmen liege jetzt auf kurzfristigen
Buchungen.
Im laufenden Jahr peilt Dehoga für Hoteliers und Gastwirte ein nominales
Umsatzplus von 0,5 bis 0,9 Prozent an. Wegen der Finanzkrise wagt die Branche
aber noch keine konkrete Prognose für 2009. "Es dürfte eher eine Stagnation
auf niedrigem Niveau geben", sagte eine Dehoga-Sprecherin.
Zur Debatte um wirkungsvolle Konjunkturimpulse erklärte Verbands-Chef Fischer:
"Statt über Konsumgutscheine zu diskutieren oder üppige Boni für
Handwerkerleistungen zu beschließen, fordert der Dehoga die längst überfällige
Reduzierung des Mehrwertsteuersatzes für Hotellerie und Gastronomie."
(Dehoga 12.11.2008)
„Das schlechte Wetter und das Rauchverbot haben der Gastronomie den Sommer vermiest“, lautet das knappe Fazit von Olaf Offers, Präsident des DEHOGA Nordrhein-Westfalen.
Nach dem neuesten NRW-Konjunkturbericht, an dem sich 194 Gastronomen aus Nordrhein-Westfalen beteiligten, meldeten 46,5 Prozent der befragten Gastronomen rückläufige Gästezahlen. Der fatale Dreiklang aus weniger Gästen, seit Jahren andauernder Konsumzurückhaltung und Rauchverbot lässt wenig Platz für Optimismus, zudem sich hohe Energie- und Betriebskosten negativ auf die Erträge auswirkten: Rund 64 Prozent der Betriebe beklagten Ertragseinbußen. Lediglich 14,6 Prozent der befragten Unternehmer konnten sich über höhere Erträge freuen. Das sind die schlechtesten Werte seit vier Jahren.
Wie in der Hotellerie sehen auch die Gastronomen in steigenden Energie- (22,1%) und Betriebskosten (17,0%) sowie im Rauchverbot (12,4%) die größten Probleme in ihren Betrieben. „Die nächsten Monate werden zeigen, inwiefern die Finanzkrise und ihre Auswirkungen sowie die „raucherfeindlichen“ Jahreszeiten die Situation weiter verschärfen“, so Olaf Offers abschließend.
(TAZ Berlin 15.09.2008)
Der Hotel- und Gaststättenverband freut sich über den Verzicht auf ein komplettes Rauchverbot in allen Kneipen. "Wir begrüßen sehr, dass die Linke ein Einsehen hatte", sagte Klaus-Dieter Richter, Vizepräsident des Berliner Gaststättenverbandes, am Sonntag der taz. Gesundheitssenatorin Kartin Lompscher (Linke) hatte am Freitag mitgeteilt, auf das geplante strikte Rauchverbot in Gaststätten verzichten zu wollen, weil es dafür offenbar keine ausreichende Mehrheit gebe. Ende Juli hatte das Bundesverfassungsgericht das komplette Rauchverbot in Einraumkneipen gekippt. Dem will Lompscher nun folgen. Es werde aber geprüft, ob die Raucherlaubnis nur für inhabergeführte Kneipen ohne abhängig Beschäftigte gestattet werden könne. In der SPD gibt es die Idee, die Raucherlaubnis grundsätzlich nur auf Antrag zu gestatten. Beides lehnt Gastronomiesprecher Richter ab: "Die Regelung muss so einfach und klar wie möglich sein, damit Kunden, Wirte und die Behördenvertreter sie sofort verstehen können."
(tagesblick.de 08.09.2008)
Berlin (Reuters.com 04.08.2008)
Gesundheitsexperten der Koalition sehen vorerst keinen Anlass, das Rauchverbot für Gaststätten durch den Bund zu regeln.
Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts müssten vielmehr die Länder ihre Hausaufgaben machen und eine einheitliche Linie finden, sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Carola Reimann, am Montag Reuters in Berlin. Erst wenn es nicht gelinge, einen Flickenteppich zu verhindern, müsse über eine Bundesregelung nachgedacht werden.
Auch die drogenpolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Maria Eichhorn, sieht zunächst die Länder am Zuge. "Es gibt Anzeichen dafür, dass sie sich dieses Mal auf eine einheitliche Vorgehensweise verständigen. Dies würde ich sehr begrüßen", sagte die CSU-Politikerin Reuters.
Die Grünen hatten zuvor einen neuen Anlauf im Bundestag für ein einheitliches Rauchverbot in der Gastronomie angekündigt. Sie wollen dazu das Arbeitsschutzgesetz ändern.
Nach der Arbeitsstättenverordnung haben Arbeitnehmer Anspruch auf einen rauchfreien Arbeitsplatz. Ausnahme bilden Betriebe mit Publikumsverkehr. Schon im vergangenen Jahr war in der Koalition diskutiert worden, diese Ausnahme abzuschaffen und auch für Gaststätten ein Rauchverbot zu verankern. Nachdem die Verfassungsressorts aber deutlich gemacht hatten, dass nach der Föderalismusreform die Länder für die Gastronomie zuständig sind, wurde davon Abstand genommen.
Eine Sprecherin des Bundesarbeitsministeriums betonte, die Verordnung für die Arbeitsstätten dürfe nicht überdehnt werden. Ihr sei aber auch kein neuer Vorschlag in dieser Richtung bekannt.
Eichhorn verwies darauf, dass durch die Arbeitstättenverordnung solche Gaststätten nicht erfasst würden, die von den Inhabern und ihren Familien geführt werden und die ohne weitere Mitarbeiter auskommen. Diese Lokale wären dann vom Rauchverbot ausgenommen.
Der hessische Ministerpräsident Roland Koch hatte angekündigt, er wolle auf eine einvernehmliche Linie der Länder hinwirken. Sein bayerischer Kollege Günther Beckstein machte aber deutlich, er werde zugunsten einer Bundesregelung das strenge bayerische Recht, das schon jetzt keine Ausnahmen mehr vorsieht, nicht zurückzunehmen. Es sei kein Unglück, wenn es in den Ländern unterschiedliche Regelungen gebe, sagte der CSU-Politiker im RBB-Inforadio.
Reimann forderte die Länder auf, sich der strengen bayerischen Regelung anzuschließen. Zur Not sei ein Vorgehen des Bundes über den Arbeitsschutz eine Möglichkeit. Eine andere Variante biete sich über Paragraf 74 des Grundgesetzes zum Schutz der Bevölkerung vor gemeingefährlichen Krankheiten.
(30.07.08 spiegel.de)
Die Rauchverbote in Baden-Württemberg und Berlin sind verfassungswidrig. Das Verfassungsgericht gab den Beschwerden zweier Kneipenwirte und eines Discothekenbetreibers statt. Da die meisten anderen Bundesländer ähnliche Vorschriften haben, hat das Urteil Signalcharakter.
(30.07.08 n-tv.de)
Das Bundesverfassungsgericht hat die Nichtraucherschutzgesetze der
Bundesländer für verfassungswidrig erklärt. Besitzer zweier kleiner Kneipen in
Berlin und einer Diskothek in Baden-Württemberg hatten gegen das Rauchverbot
wegen Umsatzeinbußen geklagt. Bis zum Erlass neuer Gesetze bleiben die
Rauchverbote zwar in Kraft. Allerdings darf in Trinkkneipen mit weniger als 75
Quadratmetern und nur einem Raum ab sofort wieder geraucht werden.
(7.6.2008 welt.de)
Berlin - Jetzt ist es offiziell bestätigt: Die Rauchverbote haben in Kneipen, Bars und Diskotheken in Deutschland zu deutlichen Umsatzrückgängen geführt. In Bundesländern mit Rauchverbot gingen ihre Umsätze zwischen Oktober und Dezember 2007 real um 14,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal zurück, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Das waren 5,3 Punkte mehr als in Ländern ohne Rauchverbot.
Restaurants, Cafés, Eissalons und Imbissstuben waren weniger stark von den Folgen des Nichtraucherschutzes betroffen. "Die Mehrzahl der Gäste schätzt das Rauchverbot beim Essen", sagt Julius Wagner vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga). Besonders in Einraumgaststätten seien die Umsätze jedoch noch stärker eingebrochen, als es die zusammenfassende Statistik des Bundesamtes zeige, kritisiert er. Der Verband forderte deshalb eine schnelle und dauerhafte Gerichtsentscheidung für Ausnahmeregelungen in Einraumgaststätten. "Die künftige Umsatzentwicklung dort hängt vom Verfassungsgericht ab", betont Wagner. Karlsruhe verhandelt am kommenden Mittwoch über die Verfassungsbeschwerden von zwei Gastwirten und einer Diskothekenbetreiberin, die sich gegen Bestimmungen der Nichtraucherschutzgesetze von Baden-Württemberg und Berlin wenden.
Die Urteile der Landesgerichte waren bislang widersprüchlich: Während zum Beispiel das Oberverwaltungsgericht Lüneburg das Rauchverbot in niedersächsischen Kneipen bestätigt hatte, wurde es vom sächsischen und saarländischen Verfassungsgerichtshof eingeschränkt.
Rauchverbote gab es ab August 2007 zunächst in Baden-Württemberg und Niedersachsen, Hessen folgte im Oktober. Bereits zwischen Juli und September vergangenen Jahres sanken die Umsätze der sogenannten getränkegeprägten Gastronomie in den Bundesländern mit Rauchverbot um 9,8 Prozent. Das waren drei Prozentpunkte mehr als in den übrigen Bundesländern, wie das Bundesamt weiter meldet. Auch in diesem Jahr gingen die Umsätze weiter zurück: Im gesamten Bundesgebiet erwirtschaftete die getränkegeprägte Gastronomie von Januar bis März 2008 real 4,6 Prozent weniger als im Vorjahresquartal. Eine Aufteilung nach Bundesländern mit und ohne Rauchverbot ist laut Bundesamt für diesen Zeitraum aus statistischen Gründen noch nicht möglich.
Bereits seit Jahren leidet die Gastronomie an Einbußen. Gründe sind laut Dehoga auch die gestiegene Mehrwertsteuer, höhere Bierpreise und die wachsenden Energiekosten.
(27.05.08 cafe-future.net.de)
Das Hospitality Management ist einem kontinuierlichen
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Management an der Hochschule München. Ebenso wie die mitwirkenden Autoren
stützt sich Gruner sowohl auf wissenschaftliche als auch praktische
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403 Seiten, gebunden, ISBN 978-3-87150-994-0 -Deutscher Fachverlag 2008, 58
EUR
Deutsche Wirtschaft unbeirrt, Ifo-Geschäftsklima legt gut einen Punkt zu
(tagesspiegel.de 22.5.08)
(szon 16.5.08)
Der Traum sein eigener Chef zu sein, hat zahlreiche Studenten und interessierte Zuhörer zum Wirtschaftssymposium der Hochschule Albstadt-Sigmaringen gelockt. Drei Referenten zeigten Wege in die Selbstständigkeit auf und gaben wichtige Tipps für die Existenzgründer von morgen.
"Wenn Sie folgende drei Fragen für sich beantworten können, haben Sie schon das nötige Rüstzeug für eine Existenzgründung.
1. Habe ich eine gute Idee? 2. Kann ich die Idee auch gut verkaufen? 3. Bin ich bereit, dafür mehr als 40 Stunden zu arbeiten?", sagte Referent Dr. Marc Evers von der DIHK Berlin auf dem Symposium.
Wer sich selbstständig macht, ist zwar sein eigener Chef, muss aber auch eigenverantwortlich entscheiden und handeln. Ein gutes Konzept, viel Enthusiasmus und Risikobereitschaft muss ein Existenzgründer mitbringen, denn so Evers: "Das Potential ist in Deutschland da. Es fehlt nur leider manchmal am Gründungsgeist. Das Hauptmotiv für eine Existenzgründung darf nicht die Angst vor der Arbeitslosigkeit sein, sondern vielmehr der Wunsch mit einer Idee neue Wege beschreiten zu wollen, auch wenn diese zuweilen mit viel Arbeit und Risiken verbunden sind."
Während Dr. Marc Evers von der DIHK Berlin über die nötigen Rahmenbedingungen sprach, zeigte Wirtschaftsprüfer Arndt Geiwitz mögliche Probleme bei der Existenzgründung auf. Als dritter Referent gab Heinz Roth, Vorsitzender des Vorstandes der Primion-Technology-AG aus Stetten a.k.M., einen kurzen Abriss von der Firmengründung bis zum erfolgreichen Börsengang des Unternehmens.
Die Zahl der Existenzgründungen ist zwar seit dem Ende der Ich-AG rückläufig, dennoch gehen ungefähr 4,1 Millionen Menschen in Deutschland einer selbstständigen Tätigkeit nach. Erfreulich ist, dass der Anteil der Frauen bei ungefähr 39 Prozent liegt. Den Weg in die Selbstständigkeit muss man nicht alleine gehen. Partner wie die Bundesagentur für Arbeit oder die Gründungsberater der Industrie- und Handelskammern stehen Interessierten mit Rat und Tat zur Seite. Sie helfen bei der Erstellung von Businessplänen, Rentabilitätsvorschauen, vermitteln Weiterbildungen und informieren über Förderprogramme.
(abendblatt.de 16.4.2008)
17 Hamburger Kneipenwirte wollen mit einer Verfassungsbeschwerde das erst vor gut drei Monaten in Kraft getretene Rauchverbot in der Hansestadt kippen. Das wurde am Wochenende bekannt. Vor allem kleinere Kneipen, die keinen separaten Raucherraum einrichten können, seien durch das Rauchverbot stark benachteiligt, argumentieren sie. Außerdem seien Arbeitsplätze in Gefahr.
Für den 23. April haben Hamburger Wirte eine Demonstration in der Innenstadt angekündigt. Damit wollen offenbar nun auch die Hamburger Gastronomen den Druck erhöhen. In Rheinland-Pfalz und Sachsen waren Kneipenwirte mit vergleichbaren Klagen bereits erfolgreich, in weiteren Bundesländern sind noch ähnliche Verfahren anhängig, mit denen das allgemeine Rauchverbot in der Gastronomie wieder gelockert werden soll.
In Hamburg hatten Kneipenwirte bereits mit Unterschriftenlisten, einer Volksinitiative und einer Demonstration gegen das generelle Rauchverbot in der Gastronomie protestiert.
Eine Verfassungsbeschwerde, die unlängst von einem Kneipenwirt aus Lokstedt eingereicht wurde, scheiterte im Wesentlichen daran, dass der Wirt nicht den Nachweis erbringen konnte, dass sein Umsatz seit Einführung des Rauchverbots eingebrochen war, hieß es.
Gericht kippt Rauchverbot für kleine Kneipen
(n-tv.de 12.02.2008)
genussinitiative-berlin.de (9.02.2008)
Umsatzminus bis November 2007
(welt-online 5.02.2008)
2,8 Prozent Umsatzminus verzeichnet das Gastgewerbe bis November 2007. Das straft den Volksmund Lügen
FDP gegen Rauchverbot in kleinen Kneipen - Umfrage bei Wirten
(mv-regio.de 04.02.2008)
Einen Monat nach Einführung des Rauchverbots in der Gastronomie will sich die FDP-Landtagsfraktion (Mecklenburg Vorpommern) erneut für die von Umsatzeinbußen betroffenen Gastwirte stark machen.
"Das Rauchverbot auch in kleinen Kneipen ist quasi eine Enteignung und Entmündigung der Unternehmer", sagte Fraktionschef Michael Roolf in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Er kündigte eine Umfrage bei 2000 Gastronomie-Betrieben zu den Januar-Umsätzen an, die die Industrie- und Handelskammer Schwerin auf Anregung seiner Fraktion durchführen werde. Erste Angaben aus Baden-Württemberg und Niedersachsen, wo das Rauchverbot schon seit 1. August vergangenen Jahres gilt, deuteten auf Umsatzeinbrüche von 25 bis 30 Prozent hin.
"Wenn es zur Gefährdung von Existenzen kommt, dann haben wir die Aufgabe, über eine Gesetzesinitiative diese Ungerechtigkeit wieder rückgängig zu machen", sagte Roolf. Die Ergebnisse der Umfrage will die FDP-Fraktion im März vorstellen. Der Januar sei zwar ein saisonal schwacher Monat, aber er sei in diesem Jahr besonders mild gewesen. Darum würden die Umsatzzahlen durchaus mit denen von anderen Monaten bis April vergleichbar sein. Roolf begrüßte zugleich die Klagen mehrerer Gastwirte aus Baden-Württemberg gegen das Nichtraucherschutzgesetz vor dem Bundesverfassungsgericht.
"Wir können die Freiheit nicht immer weiter einschränken", betonte der Fraktionschef. Ob in einer kleinen Kneipe geraucht werden darf, sollte der Wirt selbst entscheiden. Wer in einer Dorfgaststätte rauchfrei essen wolle, müsse eventuell "drei Kilometer weiter" fahren, um ein Nichtraucherlokal zu finden. "Die private Gaststätte ist kein öffentlicher Raum, sie ist Eigentum des Unternehmers", betonte Roolf. Der Gast habe die freie Entscheidung, sie zu betreten. Wenn den Gastronomen ein Rauchverbot vorgeschrieben werde, müsste auch das Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder mit im Wagen sitzen.
Die FDP hält den Nichtraucherschutz laut Roolf grundsätzlich für ein vernünftiges Ziel, gerade in großen Hotels und Gaststätten. Aber man müsse Größenunterschiede und Art der Einrichtung beachten: "Man kann das Hotel Neptun nicht mit einer kleinen Eckkneipe vergleichen."
Verfassungsjurist hält Klage gegen Kneipen-Rauchverbot für chancenlos
Berlin (ddp-bln) 23.12.2007
Der Verfassungsklage gegen Rauchverbote in der Gastronomie geben Experten einem Zeitungsbericht zufolge kaum keine Chance. Selbst wenn ein Umsatzrückgang durch das Verbot nachgewiesen werden könne, gelte der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit, sagte der Berliner Verfassungsrechtler Helge Sodan dem »Tagesspiegel« (Samstagausgabe). Das Gericht müsse das Interesse des Wirtes dann gegen Gemeinwohlbelange abwägen, und die seien gewöhnlich »sehr hoch angesiedelt«.
Im Falle des Nichtraucherschutzes wögen sie besonders schwer, sagte Sodan, der das Deutsche Institut für Gesundheitsrecht in Berlin leitet. Schließlich stehe dahinter das Grundrecht auf Leben und körperliche Unversehrtheit, für das der Staat eine »Schutzpflicht« habe.
Gastronomen klagen gegen
Rauchverbot
Berlin (ddp). 23.12.2007
DEHOGA-Geschäftsführerin Hartges betonte, der Schritt bedeute keinesfalls ein Nein zum Nichtraucherschutz. «Allerdings erwarten insbesondere die Besitzer der wirtschaftlich stark betroffenen Einraumlokale zu Recht, dass wir ihnen helfen», sagte Hartges.
Nach Angaben des DEHOGA hat die Umsetzung des Rauchverbotes «in den meisten Hotels und vielen Restaurants» bisher problemlos funktioniert. Im Gegensatz dazu gebe es jedoch «erhebliche Probleme in Einraumbetrieben, ob Kneipen oder Bars, in denen oft die Mehrzahl der Stammgäste Raucher» seien. Viele dieser Gastronomen seien «über diese staatliche Bevormundung verärgert» und fürchteten um ihre Existenz.
Der in Karlsruhe klagende Gastronom Ulrich Neu aus Tübingen sagte: «Seit dieses Rauchverbot eingeführt wurde, habe ich Umsatzrückgänge von um die 30 Prozent, und das durchweg bis heute.»
In Baden-Württemberg gilt seit dem 1. August 2007 ein Rauchverbot in der Gastronomie. Auch in Niedersachsen ist das Rauchen seitdem nur noch in abgetrennten Räumen erlaubt. Seit 1. Oktober 2007 gilt ein Rauchverbot für die Gastronomie auch in Hessen.
Zum 1. Januar 2008 folgen weitere acht Bundesländer. In Sachsen tritt das Rauchverbot am 1. Februar, in Rheinland-Pfalz und im Saarland am 15. Februar in Kraft. Eine Schonfrist für die Wirte gibt es in Nordrhein-Westfalen und Thüringen. In diesen beiden Bundesländern gilt das Rauchverbot erst ab 1. Juli 2008.
Nach Ansicht des Verfassungsrechtlers Rupert Scholz (CDU), der die Verfassungsklage vertritt, ist ein Rauchverbot in öffentlichen Einrichtungen durchaus verfassungsgemäß. «Das ist eine Maßnahme zum Schutz der Gesundheit.» Andererseits drohe kleinen Eckkneipen der Ruin, weil diese nicht getrennte Räume für Raucher und Nichtraucher schaffen könnten.
Ein Gesetzgeber müsse das Eigentumsrecht sowie die Berufs- und Gewerbefreiheit achten, »und er muss einen verhältnismäßigen Ausgleich schaffen», sagte Scholz. Er schlug vor, die Wirte selbst entscheiden zu lassen, ob sie ihr Lokal als Raucherlokal oder Nichtraucherlokal betreiben wollten.
Dagegen sagte der Verfassungsrechtler Helge Sodan, selbst wenn ein Umsatzrückgang durch das Verbot nachgewiesen werden könne, gelte der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit. Das Gericht müsse das Interesse des Wirtes dann gegen Gemeinwohlbelange abwägen, und die seien gewöhnlich «sehr hoch angesiedelt». Im Falle des Nichtraucherschutzes würden sie besonders schwer wiegen, sagte Sodan, der das Deutsche Institut für Gesundheitsrecht in Berlin leitet. Schließlich stehe dahinter das Grundrecht auf Leben und körperliche Unversehrtheit, für das der Staat eine «Schutzpflicht» habe.
Mehr Gäste für die Gastronomie
(ahgz 23.10.07)
Studie: Auch die Ausgaben der Kunden steigen
wieder / Konsumenten wollen vor allem frische und gesunde Produkte.
Die Gastronomie in Deutschland hat in den ersten acht Monaten 2007 ihr
Wachstum aus dem Vorjahr fortgesetzt. Stiegen die Ausgaben der Verbraucher für
die Bedienungs- und Schnellgastronomie bereits von Januar bis August 2006 um
2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, kletterten sie von Januar bis
August 2007 um weitere 3,5 Prozent. Das teilte Jochen Pinsker vom
Markforschungsunternehmen npdgroup beim Forum Systemgastronomie auf der Kölner
Lebensmittelmesse Anuga mit.
Pinsker sieht zwei wesentliche Gründe für das Wachstum: Zum einen nahm die
Zahl der Besuche der Deutschen in der kommerziellen Gastronomie um 1,4 Prozent
zu, zum anderen stiegen die Ausgaben pro Besuch um 2,1 Prozent. „Die
Verbraucher sind auch bereit, für gastronomische Leistungen wieder etwas
tiefer in die Tasche zu greifen“, stellte Pinsker fest.
Erfreulich entwickelte sich zudem die Wiederkaufrate. Die neuen Gäste, die im
vergangenen Jahr unter anderem wegen der Fußball-Weltmeisterschaft Kunden der
Gastronomie wurden, nutzten deren Angebote nach Angaben Pinskers in den ersten
acht Monaten 2007 nun häufiger.
(14.08.07 openPR)
Repräsentative Umfrage von Marktplatz Hotel / CHD
Expert unter Entscheidern der Zuliefererindustrie – Umsatzerwartung für
zweites Halbjahr steigt.
Die Deutschen gehen gerne aus, verreisen häufiger im Lande und konsumieren
immer mehr außer Haus. Die Stimmung in der Hotellerie, Gastronomie und
Gemeinschaftsverpflegung (GV) verbesserte sich im ersten Halbjahr deutlich im
Vergleich zum Vorjahr. 76 Prozent der führenden Zulieferunternehmen berichten
von einer erheblich positiveren Marktstimmung in den ersten sechs Monaten des
Jahres. Dies geht aus einer repräsentativen Befragung von Marktplatz Hotel /
CHD Expert unter rund 600 führenden Zuliefer- und Ausstattungsfirmen im
Außer-Haus-Markt hervor.
„Die Konjunkturlage hat merklich angezogen und lässt die Absatzprognosen der
Zulieferer für das zweite Halbjahr noch einmal ansteigen“, analysiert Thilo
Lambracht, Geschäftsführer von Marktplatz Hotel / CHD Expert, die Marktstudie.
Lediglich fünf Prozent der befragten Marketingentscheider haben mit einer
Verschlechterung der Marktlage bei ihren Kunden in Hotellerie, Gastronomie und
GV zu kämpfen gehabt. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass die
Erwartungen an das eigene Unternehmen für Umsatz- und Ertragssteigerungen im
zweiten Halbjahr steigen: 78 Prozent rechnen mit einer Verbesserung in ihren
Marktanteilen.
Die Ergebnisse im Einzelnen:
Die deutsche Wirtschaft befindet sich im Aufschwung. Wie beurteilen Sie
insgesamt und auf der Basis des ersten Halbjahres 2007 die Stimmung Ihrer
Kunden im Außer-Haus-Markt im Vergleich zu 2006?
Viel besser: 9,5%
Eher besser: 66,5%
Gleich: 18%
Eher schlechter: 5%
Viel schlechter: 1%
(Quelle: Marktplatz Hotel / CHD Expert)
Welche Erwartung haben Sie an die Entwicklung Ihres eigenen Unternehmens im
zweiten Halbjahr 2007?
Sehr hohe Erwartungen: 14%
Hohe Erwartungen: 64%
Keine besonderen Erwartungen: 17,5%
Eher geringe Erwartungen: 3,5%
Sehr geringe Erwartungen: 1%
(Quelle: Marktplatz Hotel / CHD Expert)
Über die Studie: Mitte Juli wurden 602 führende Zuliefer- und
Ausstattungsfirmen im Außer-Haus-Markt schriftlich zu ihrer Markt- und
Unternehmenseinschätzung befragt.
(03.08.2007: Schwerin/MVregio)
Neues Landesdarlehen für Gastronomiebetriebe in Mecklenburg-Vorpommern:
Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus hat am Donnerstag (02-08-2007) eine neue Richtlinie zur Förderung von Investitionen in kleinen gastronomischen Einrichtungen erlassen.
"Für den kleinen Gaststätten- und Kneipenbesitzer ist es oft besonders schwierig, das notwendige Kapital für Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen zu beschaffen. Wir unterstützen mit der Richtlinie bewusst nur kleinere Unternehmen", sagte Jürgen Seidel, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, am Donnerstag in Schwerin. Die neue Richtlinie tritt heute, am Freitag (03-08-2007) in Kraft.
Das Darlehensprogramm wendet sich an alle Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern und einem Jahresumsatz bis zwei Millionen Euro. Die Darlehenssumme für Investitionen beträgt maximal 15.000 Euro, gefördert werden maximal 80 Prozent der Investitionskosten. "Das Hotel- und Gaststättengewerbe muss sich besonders rasch veränderten Vorgaben anpassen. Dies gilt auch beim in Kraft getretenen Gesetz zum Nichtraucherschutz. Deswegen wollen wir ein Angebot zur Unterstützung insbesondere der kleinen Betriebe machen", sagte Seidel.
In Mecklenburg-Vorpommern gibt es nach Branchenangaben rund 4.500 gastronomische Betriebe. Das Gastgewerbe gehört mit einer Zunahme von 1.300 (1.344) Stellen (+4,9 Prozent) zu den Branchen mit hohen Beschäftigungszuwächsen im Mai 2007.
Das Darlehensprogramm des Landes läuft bis Ende 2008.
Auskünfte zu Einzelheiten des Programm sind erhältlich über das Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern, Tel. 0385-63631282 oder auf der Internetseite:
(Berlin - 06.08.2007) dpa
Viele Gastwirte sind nach Angaben des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) über die neuen Rauchverbote in mehreren Bundesländern verärgert und prüfen Klagen. «Es gibt Gastronomen aus allen Teilen der Republik, die eine verfassungsrechtliche Klärung wünschen», sagte Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges in Berlin. «Es gibt Gäste und Wirte, die sagen: Wir lassen uns die Bevormundung nicht gefallen.» Die Rauchverbote seien ein Eingriff in die unternehmerische Entscheidungsfreiheit.
In Baden-Württemberg und Niedersachsen dürfen Raucher seit vergangenem Mittwoch in Gaststätten grundsätzlich nicht mehr rauchen. Nur in abgetrennten Räumen darf noch gequalmt werden. In Mecklenburg-Vorpommern gilt erst zum Jahreswechsel ein Rauchverbot in der Gastronomie, während das Rauchen dort in Landesbehörden bereits verboten ist. Die Verunsicherung unter den Gastwirten ist nach Angaben des Verbands bundesweit groß. «Das drückt sich in einer starken Zunahme der Anrufe aus», sagte Hartges. «Was passiert, wenn trotzdem geraucht wird? Welche Anforderungen sollen an einen separaten Raum gestellt werden?»
Die meisten Bundesländer wollen Anfang 2008 ein Rauchverbot in Landesbehörden, Schulen und Gaststätten in Kraft setzen. Hartges kritisierte die unterschiedlichen Regelungen: «Der Föderalismus hat uns ein Rauchverbotschaos beschert.»
Die Dehoga-Geschäftsführerin in Niedersachsen, Renate Mitulla, warnte in der «Welt am Sonntag» vor Umsatzeinbußen und Schließungen. «Wenn die Gäste ihre Drohungen wahr machen und tatsächlich wegbleiben, dann droht jeder zweiten Kneipe das Aus», sagte sie. Niedersachsens Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU) zeigte sich dagegen zuversichtlich, dass die Rauchverbote in der Gastronomie von den Bürgern akzeptiert werden. Die Einführung von Rauchverboten in Irland, Italien und Norwegen habe gezeigt, dass Wirte keine dauerhaften finanziellen Einbußen befürchten müssten. Im Gegenteil: «Nach einer Phase der Eingewöhnung sind die Umsätze häufig sogar gestiegen», sagte sie der Zeitung.
n-tv (1.8.2007)
In drei Bundesländern gelten ab heute umfangreiche Rauchverbote. In
Niedersachsen, Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern ist der
Tabakkonsum künftig in Landesbehörden, Schulen, Krankenhäusern, Pflegeheimen,
Kinder- und Jugendeinrichtungen untersagt. In Niedersachsen und
Baden-Württemberg gilt das Rauchverbot auch in Gaststätten. Ausnahmen gibt es
in der Gastronomie nur, wenn ein Wirt einen komplett abgetrennten
Nebenraum zum Raucherzimmer erklärt.
Unterschiedliche Bestimmungen gibt es für Diskotheken. Während in
Baden-Württemberg in ihnen ein absolutes Rauchverbot gilt, können in
niedersächsischen Diskos gesonderte Raucherräume eingerichtet werden.
Mecklenburg-Vorpommern zieht bei den Regeln für Gaststätten zum Jahreswechsel
in einem zweiten Schritt nach. Dann treten Nichtraucherschutzgesetze auch in
fast allen anderen Bundesländern in Kraft.
In Einrichtungen des Bundes, in öffentlichen Verkehrsmitteln, Taxis und
Bahnhöfen ist das Rauchen ab September per Bundesgesetz verboten.
Rauchverbot in zwei Bundesländern
ahgz (26.7.2007)
Zigaretten sind ab 1. August in baden-württembergischen und niedersächsischen
Gaststätten tabu.
Am 1. August ist es soweit: In Niedersachsen und Baden-Württemberg tritt das
Nichtraucherschutzgesetz in Kraft. In Baden-Württemberg vorbehaltlich der
Zustimmung des Parlaments, die aber als sicher gilt.
Für Hotels und Gaststätten in den beiden Bundesländern hat das folgende
Auswirkungen: Geraucht werden darf nur noch in abgetrennten Nebenzimmern.
Das gilt auch für Discotheken in Niedersachsen. In Tanzbetrieben im Südwesten
dagegen ist das Rauchen grundsätzlich verboten.
In der Gastronomie droht Personalmangel
shz.de (03.07.2007)
Der
positive Trend verstetigt sich: In Schleswig-Holstein und Hamburg ist die Zahl
der Erwerbslosen weiter deutlich zurückgegangen. Hamburg meldet mit knapp
80 500 Arbeitslosen (minus 17,1 Prozent) den stärksten Rückgang seit 50
Jahren. Und Schleswig-Holstein, mit 116 200 Jobsuchern und einem Rückgang um
18 800 im Jahresvergleich (Arbeitslosenquote: 8,2 Prozent), verdrängte das
Saarland vom fünften Platz unter den Bundesländern. Der Kreis Stormarn hat mit
4,7 Prozent die geringste Quote - und liegt schon besser als die Spitzenreiter
Bayern (5,0) und Baden-Württemberg (4,8).
Der Kieler Landesarbeitsagentur-Nord-Chef Jürgen Goecke erinnerte gestern
daran, dass die Arbeitslosenzahl in Schleswig-Holstein damit binnen zwei
Jahren um rund 42 000 gesunken sei. Vor allem die rund 13 000 gemeldeten
offenen Stellen (plus 2300 oder 21,4Prozent) im Land wertet er als weiteren
Indikator für die stabil positive wirtschaftliche Entwicklung. Allerdings
entfällt mit 4300 freien Stellen allein rund ein Drittel auf Jobs bei
Zeitarbeits- und Verleihfirmen. Die Industrie meldet 1100offene Stellen.
Angesichts von allein 900 unbesetzten Arbeitsplätzen in der für den Tourismus
wichtigen Gastronomie und Hotellerie sprach Kiels
Landesarbeitsagentur-Sprecher Horst Schmitt zwar noch nicht von
Fachkräftemangel, aber bereits von "ersten Engpässen". Deshalb werde gerade im
Gaststättenbereich derzeit gezielt qualifiziert. Für Unternehmen, in deren
Branchen mittelfristig konkret Personalengpässe zu erwarten sind, hat Schmitt
indes nur einen Ratschlag: "Die Betriebe müssen selbst ausbilden."
New York ist auf Gesundheitskurs / Das Ende der Transfette
gesundheitpro.de (03.07.2007)
Die Stadt New York verordnet ihren Bürgern gesünderes Essen: In Restaurants, Imbissen und Donut-Bäckereien dürfen keine schädlichen Transfette mehr brutzeln
Mit dem Verbot der
künstlich gehärteten Fette will New York die Menschen der Stadt vor
Arterienverkalkung und in deren Folge vor Infarkten sowie Schlaganfällen
bewahren. Transfette stehen US-Studien zufolge auch unter Verdacht, den
geistigen Abbau im Alter zu beschleunigen und mit anderen Faktoren zusammen
die Entstehung von Alzheimer zu fördern.
Nach anfangs heftigen Protesten der Gastronomie gegen die Order aus dem
Rathaus vollzog sich der Kurs auf gesündere Fette in New York letztlich
überraschend geschmiert. Viele Küchen und selbst große Imbissketten füllten
ihre Töpfe und Fritteusen schon vor dem Stichtag 1. Juli mit anderen Fetten,
die die Gesundheit ihrer Gäste weniger belasten und nur geringfügig mehr
kosten, wie örtliche Medien aus Umfragen erfuhren.
Vor New York hatte bereits Dänemark die Transfette aus seinen Nahrungsmitteln
verbannt. Die Regierung in Kopenhagen beschränkte den Anteil der gehärteten
Fette in allen Lebensmitteln, Importe eingeschlossen, per Gesetz von 2004 auf
weniger als zwei Prozent. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) und
das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfehlen dagegen nur,
Fast-Food-Gerichte wie Hamburger und Fritten, Hähnchenschenkeln,
Kartoffelchips, Donuts, Kekse und Schokolade wegen der Transfettsäuren in
geringen Maßen zu verzehren.
Das Ende der Transfette ist für New York bereits die zweite umwälzende
Gesundheitsinitiative unter Michael Bloomberg. Der ebenso mutige wie populäre
Bürgermeister hatte 2003 eines der strengsten Rauchverbote der Welt verhängt
und den blauen Dunst in allen Büros, Kneipen, Bars und Clubs untersagt.
Seitdem sinkt die Zahl der durch Tabak verursachten Todesfälle, sowie Herz-
und Kreislauferkrankungen in «Big Apple» drastisch. Anchorage, Boston,
Chicago, Las Vegas und Los Angeles, Miami, San Francisco und Seattle folgten
dem Beispiel und wurden ebenfalls rauchfrei.
New Yorks Gesundheitsbehörde glaubt, mit seinem neuen Verbot der Transfette
wenigstens 500 Bürger pro Jahr vor dem Herztod bewahren zu können. Die Fette,
in denen die ungesättigten Fettsäuren durch Hydrierung in gesättigte
umgewandelt sind, wurden von Gastronomen als preisgünstig und besonders
haltbar geschätzt. Inzwischen stiegen die meisten Köche auf traditionelle
Pflanzenfette wie Sonnenblumen- und Rapsöl um.
Der
Reiseveranstalter Tui führt die Liste der 20 größten Franchise-Geber in
Deutschland an, die der Deutsche Franchise-Verband e. V. (DFV) aktuell
zusammengestellt hat. Gefolgt wird das Reise-Unternehmen von der
Gastronomie-Kette McDonald's und dem Nachhilfe-Netzwerk Schülerhilfe.
Ausschlaggebend für die Platzierung ist die Anzahl der Franchise-Betriebe und
der zentral geführten Outlets der Franchise-Unternehmen.
Nach Aussage des DFV verdeutlichen allein die ersten drei Plätze die Vielfalt
innerhalb der Franchise-Branche. "Die Franchise-Idee etabliert sich in allen
Branchen ob Dienstleistungen, Handel, Gastronomie oder Handwerk", so
DFV-Geschäftsführer Torben L. Brodersen. Zu den 20 größten Systemen der Liste
gehören so unterschiedliche Unternehmen wie Kamps, Foto Quelle, Fressnapf, die
Musikschule Fröhlich, Sunpoint Sonnenstudios oder die Mobilcom.
Laut DFV erwirtschaftete die Franchise-Branche 2006 einen Umsatz von 37,6
Milliarden Euro. Der aktuellen Branchenauswertung zufolge gab es 2006 bereits
mehr als 51.100 selbstständige Franchise-Partner. Erkennbar sei dabei ein
deutlicher Trend zur Dienstleistung. Von den rund 900 Franchise-Systemen
bieten laut DFV insgesamt 50 Prozent Dienstleistungen an, 29 Prozent sind im
Handel aktiv. Die Gastronomie ist mit 14 Prozent vertreten, sieben Prozent der
Unternehmen sind im Handwerk tätig.
NRW-Gastronomie im Aufwärtstrend
AHGZ
(28.05.2007)
DÜSSELDORF. „Endlich scheint die positive gesamtwirtschaftliche Entwicklung
auch die Gastronomie erreicht zu haben“, freut sich Helmut Otto, Präsident
des DEHOGA Gastgewerbe NRW, über die neuen Zahlen aus dem
NRW-Konjunkturbericht.
Das
Marktforschungsinstitut Luxenburger und Partner aus Düsseldorf hat ihn gerade
bekannt gegeben. Bezugszeitraum ist der vergangene Winter.
Danach verzeichneten rund 65 Prozent der Unternehmer gleich gebliebene oder
gestiegene Umsatzzahlen (Vorjahr: 52 Prozent). Eine positive Entwicklung zeigt
auch die Ertragslage. Konnten sich im Winter 05/06 nur 12,6 Prozent über
Ertragszuwächse freuen, waren es diesen Winter immerhin 23 Prozent, wobei die
Quote derer, die eine Verschlechterung zu vermelden hatten, mit 48 Prozent
immer noch sehr hoch ist (Vorjahr: 61,5 Prozent).
Die
Gästezahlen sind annährendkonstant geblieben, obwohl aufgrund der
Mehrwertsteuererhöhung rund43 Prozent der Betriebe ihre Preise erhöhten. Die
Mitarbeiterzahl blieb bei fast70 Prozent der Befragten unverändert.
Hinsichtlich der Einschätzung der Sommersaison 2007 überwiegen gleich
bleibende Erwartungen, insbesondere in Bezug auf die Mitarbeiterbewegung(74,5
Prozent) und die Preisentwicklung (67,2 Prozent). Am optimistischsten sind die
Unternehmer zum einen hinsichtlich der Gästeanzahl - über 40 Prozent gehen von
einem steigenden Gästeaufkommen aus - zum anderen im Hinblick auf den zu
erwartenden Umsatz. „Wir sind optimistisch, dass sich aufgrund fallender
Arbeitslosenzahlen und der positiveren Gesamtstimmung die Situation insgesamt
in unseren Betrieben weiter aufhellt.
Allerdings bleibt eine große Unbekannte, nämlich wie das Thema Nichtraucherschutz künftig geregelt sein wird“, so Helmut Otto abschließend.
Düsseldorf - Landesarbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) erklärte die
Tariflöhne der Branche für allgemein verbindlich. Damit will er die
Lohndrückerei in der Gastronomie stoppen. Die unteren drei Tarifgruppen sowie
die tariflichen Ausbildungsvergütungen gelten nun für die Mitarbeiter aller
44.000 Betriebe des Gastgewerbes im Land. Gewerkschaften und
Arbeitgeberverbände unterstützen das Vorgehen.
Grundsätzlich können Länder für sich Tariflöhne einer Branche für allgemein
verbindlich erklären. Dies hat aber keine Auswirkungen auf das so genannte
Entsendegesetz, das heißt Arbeitnehmer aus anderen EU-Ländern fallen - anders
als bei einer eventuellen bundesweiten Regelung - nicht unter die Lohnvorgabe.
"Im Hotel- und Gaststättengewerbe fand in den vergangenen Jahren ein
Unterbietungswettlauf auf Kosten der Beschäftigten statt", sagte Laumann. Dem
werde jetzt ein Riegel vorgeschoben. Beschäftigte der untersten Lohngruppe
erhalten nun ein Monatseinkommen von etwas über 900 Euro. Für die folgenden
beiden Tarifgruppen gelten Löhne von 1220 und 1284 Euro.
Lungenfachärzte fordern striktes Rauchverbot in Gastronomie, keine Umsatzeinbußen!
17.4.2007 (Tirol online)
In den vergangenen Jahren, so Sylvia Hartl, haben sich weltweit 21 seriöse
Studien mit der Frage nach den wirtschaftlichen Konsequenzen eines generellen
Rauchverbots für die Gastronomie befasst.
Das Ergebnis laut der Expertin: "Keine dieser Studien berichtete über negative
Auswirkungen von Rauchverboten auf Einnahmen und Arbeitsplätze. Vier Studien
berichteten hingegen über positive Auswirkungen auf den Umsatz von
Restaurants, Bars, Hotels und Touristikunternehmen."
Bericht über generelles Rauchverbot in Gastronomie in Niedersachsen
17.04.2007 (AP)
Hamburg – In Niedersachsen soll es nach einem Zeitungsbericht doch ein vollständiges Rauchverbot in der Gastronomie geben. Die „Bild am Sonntag“ berichtet unter Berufung auf die CDU-Landtagsfraktion, dass die Landesregierung in Hannover ihr als zu liberal kritisiertes Gesetz deutlich verschärfen wolle und sogar eine „Raucherpolizei“ zum Einsatz kommen solle. Verstöße würden dann künftig mit Geldbußen geahndet und könnten zwischen fünf und 1.000 Euro kosten. Die Aufgabe solle wie bei Parksündern den Ordnungsämtern übertragen werden. Fraglich sei noch, ob das Rauchen in abgetrennten Hinterzimmern erlaubt sein soll.
Ein Sprecher von Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) wies den Bericht auf AP-Anfrage als reine Spekulation zurück, kündigte aber an, dass Wulff seine Vorstellungen für ein neues Nichtraucherschutzgesetz am Dienstag der CDU-Fraktion vorstellen wolle. Dem wolle man nicht vorgreifen.
Ein CDU-Insider sagte der Zeitung zufolge: „Es wird auf ein generelles Rauchverbot hinauslaufen, weil alle Ausnahmeregelungen etwa für Eckkneipen vor den Gerichten nur schwer bestehen würden.“
Ursprünglich hatten die Planungen in Niedersachsen vorgesehen, dass in der Gastronomie jeder einzelne Betrieb selbst entscheiden kann, ob er sich zu einem Raucherlokal erklärt und dies mittels eines einfachen R-Zeichens bekannt macht. Bußgelder bei Missachtung von Rauchverboten waren nicht vorgesehen. Ministerpräsident Christian Wulff war deshalb scharf kritisiert worden und hatte angekündigt, mit Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU) Alternativen zu besprechen.
Branche ächzt unter Steuerlast
13.4.2007 (DEHOGA)
DEHOGA will reduzierten Mehrwertsteuersatz, kündigt eine Kampagne an und fordert Vereinheitlichung auf europäischer Ebene.
STUTTGART/BERLIN. Die hohe deutsche Mehrwertsteuer bremst den Konsum, verzerrt
den Wettbewerb und vernichtet Arbeitsplätze in Hotellerie und Gastronomie. So
argumentiert der DEHOGA und fordert deshalb seit langem den
7-Prozent-Mehrwertsteuersatz für die Branche. Dieser Forderung soll jetzt
Nachdruck verliehen werden durch eine groß angelegte Offensive, die der
Verband im nächsten Monat starten will.
Statt vom reduzierten Mehrwertsteuersatz zu profitieren wie die Kollegen in
den meisten anderen EU-Ländern, musste die Branche zum Jahreswechsel eine
Steuererhöhung um drei Prozentpunkte hinnehmen. Mit den vom DEHOGA
vorausgesagten negativen Folgen für Hotellerie und Gastronomie: Um 2,3 Prozent
ist zum Beispiel der Branchenumsatz in Baden-Württemberg im Januar 2007
gegenüber dem Vorjahreswert gesunken. Damit bestätigten sich Befürchtungen,
dass Hotellerie und Gastronomie besonders unter der Steuererhöhung auf 19
Prozent zu leiden haben. „Wie bei allen bisherigen Mehrwertsteuer-Anhebungen
muss die Branche einen Teil der Erhöhung selbst bezahlen, weil es wegen des
harten Wettbewerbes nicht möglich ist, die Kosten an die Gäste weiterzugeben“,
so der baden-württembergische DEHOGA-Hauptgeschäftsführer Jürgen Kirchherr.
Dabei machten mehrwertsteuerbedingte Wettbewerbsverzerrungen dem Gastgewerbe
schon vorher schwer zu schaffen.
Gastronomie und Hotellerie investieren wieder
09.03.2007 (dpa)
Die
konjunkturelle Lage und Stimmung in der Gastronomie- und Hotelleriebranche
haben sich aufgehellt. ''Der Investitionsstau hat sich aufgelöst'', sagte der
Vorsitzende des Ausstellerbeirates der Fachmesse ''Internorga'', Ralf Hübner,
am Mittwoch im Vorfeld der Messe (9. bis 14. März) in Hamburg. Nach den
Umsatzimpulsen durch die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 und ein
gesamtwirtschaftlich besseres Umfeld wollen Gastronomie und Hotellerie wieder
investieren. Auch im Ernährungsbereich sei statt ''Geiz-ist-geil'' wieder mehr
Qualität gefragt, ergänzte die Vorsitzende des
Internorga-Veranstalter-Ausschusses, Rose Pauly.
Die befürchteten Umsatzeinbußen durch die Mehrwertsteuererhöhung sind
ausgeblieben: ''Das Ausgehverhalten hat sich nicht geändert'', sagte Pauly.
Trotzdem mussten laut Pauly bundesweit CafÈs, Restaurants und Schankbetriebe
2006 einen Umsatzrückgang von 0,7 Prozent hinnehmen. Die Verbraucher seien
aber wieder bereit, für Qualität mehr Geld auszugeben.
Das gute Investitionsklima zeige sich auch in den geplanten Hotelneubauten,
erklärte Pauly, und sprach von einem Konzentrationsprozess: ''Bundesweit sehen
wir einen Trend zu steigender Bettenkapazität bei sinkenden
Betriebsstättenzahlen.'' Wachstumpotenzial biete außerdem der Städtetourismus
mit Tagungen und Kongressen sowie kulturellen und sportlichen Events. So seien
die Übernachtungszahlen 2006 im Vorjahresvergleich um 3,7 Prozent auf 208
Millionen gestiegen, teilte Pauly mit.
Investitionsbereitschaft signalisiere auch der Bereich der
Gemeinschaftsverpfleger. Das liege an der demographischen Entwicklung, die
dazu führe, dass die Zahl pflegebedürftigen Menschen steige, erklärte Hübner.
Zudem würde der Ausbau von Ganztagsschulen und Kitas die Nachfrage nach
entsprechenden Produkten verstärken, so Hübner weiter. ''Die wirtschaftlichen
Aussichten für die "Außer-Haus- Markt"-Branche sind mehr als positiv.''
Hamburg (ddp.djn).
Deutschlands führende Gastronomie-Unternehmen haben laut einer Branchenerhebung 2006 das beste Geschäftsjahr seit mehr als zehn Jahren erreicht.
«Die Top 100 der Branche verzeichneten im vergangenen Jahr ein Umsatzplus von 7,6 Prozent, die beste Entwicklung seit 1995», sagte Gretel Weiß, Chefredakteurin der Fachzeitschrift «food-service», am Mittwoch in Hamburg. Demnach erwirtschafteten Deutschlands führende Gastronomie-Unternehmen 2006 insgesamt 9,4 Milliarden Euro Netto-Umsatz in über 16 000 Betriebsstätten.
Nach Angaben von Weiß profitierte die Gastronomie «hochgradig vom starken Aufschwung» hierzulande. Auch die Fußball-Weltmeisterschaft hätte einen eindeutigen Wachstumsimpuls gebracht.
Die Zeitschrift «food-service» führt seit 1982 ein Ranking unter Deutschlands Gastronomie-Unternehmen durch. Seither agiert McDonald's als Marktführer. Die internationale Fast-Food-Kette präsentierte 2006 mit einem Umsatzplus von 6,1 Prozent (2005: 5,2 Prozent Plus) das beste Wachstumsjahr seit 1999 und erwirtschaftete 149 Millionen Euro. Konkurrent Burger King hingegen erzielte einen Umsatz von rund 647 Millionen Euro (plus zehn Prozent). Prominente Newcomer-Marken unter den Top 100 sind Häagen Dazs, Dunkin' Donuts und Mr. Clou.
Gastronomie wird weitgehend rauchfrei
1.03.2007 (ahgz)
Rauchen ist künftig nur noch in abgetrennten Räumlichkeiten erlaubt /
Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen prüfen Ausnahmeregelungen / DEHOGA will
Klarheit
VON HOLGER ZWINK/ALEXANDRA
LINDINGER BERLIN.
Ein
umfassendes Rauchverbot in der Gastronomie ist jetzt wohl beschlossene Sache. Nach
langem Hin und Her haben die Minister der Länder und des Bundes am
vorvergangenen Freitag einstimmig beschlossen, das
Rauchen in Gaststätten zu
untersagen. Demnach darf in der gesamten Gastronomie, auch in Discotheken,
nicht mehr geraucht werden. Allerdings sollen Ausnahmeregelungen für komplett
abgetrennte Raucherzimmer möglich sein. Außerdem haben sich Niedersachsen und
Nordrhein-Westfalen Sonderregelungen vorbehalten. Dort wird derzeit geprüft,
ob einzelne Betriebe die Möglichkeit erhalten, sich zu Rauchergaststätten zu
erklären. Bayern will Bierzelte von einem
Rauchverbot ausnehmen.
Keine Wahlfreiheit
Die Reaktionen auf den Beschluss der Ministerrunde waren höchst
unterschiedlich: Enttäuscht zeigte sich der DEHOGA Bundesverband: „Hier wurde
sicherlich keine Entscheidung im Sinne der Wahlfreiheit von Gästen und
Unternehmern getroffen“, sagte Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges.
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